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Der Roman „Angmar“
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Der Untergang Númenors
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Zeittafel




Vor Lagerfeuern

Die Nacht war dunkel und sternenlos. Wolkengebirge, aufgedunsen und schwer von Schnee, hatten sich am Himmel aufgetürmt und den Gipfel des Ghâsh-bûrz verhüllt. Der Himmel schien die Erde erdrücken zu wollen. Kein Wind blies und alles war kalt und still.
Von der Erde aber schlugen Flammen in die Höhe. Drei große Scheiterhaufen waren aufgeschichtet worden und tauchten das Lager in flackernden Schein. Feuer prasselte und Holz knackte und knisterte als die Flammen an ihm hochzüngelten, herumleckten und es gierig fraßen.
Ein weiter Kreis von Zelten wand sich um das Zentrum des Lagers das auf der Südseite im Windschatten des Berges lag.
"Viel zu nah", sagte Ishar und musterte die Aufstellung der Wachtposten.
"Gerade richtig", entgegnete Rhaoul.
"So verflucht nah dass uns die Ungeheuer kurzerhand auf den Kopf springen könnten! Wir würden sie erst bemerken wenn es fast schon zu spät wäre." Er lachte grimmig. Es war eigentlich völlig egal wo seine Männer standen. Sie könnten sich eben so gut schlafend für den morgigen Tag ausruhen.
"Ich glaube nicht, dass wir uns heute Nacht Sorgen zu machen brauchen. Heute haben sie bereits Mahl gehalten." Rhaoul blickte zum Berg hinauf. "Ich denke, sie sind zufrieden mit uns..."
"Wir haben unseren Teil der Abmachung gehalten - aber werden sie auch ihren Teil erfüllen?"
Noch in der letzten Nacht waren sämtliche Rinder, die sie durch die endlose Einöde bis an diesen Ort getrieben hatten, zur Drachenhöhle geschafft worden. Kaum dass sie in den Eingang in die Drachenhöhle hineingetrieben waren ließ ein tiefes Grollen die Luft erbeben und wurde vom angsterfüllten Schnauben und Brüllen der Rinder beantwortet.
Was danach geschah konnten Ishars Männer nicht mehr berichten, denn als ihnen plötzlich Gliedmaßen der Tiere aus dem Höhlenschlund entgegenflogen und ohrenbetäubender Lärm von den sich gegenseitig in panischer Angst förmlich erdrückenden Rindern verbreitet wurde, waren auch die Mutigsten geflohen, und seitdem hatte niemand mehr den Berg zu besteigen gewagt.
Ein ungewisser Tag verging und eine ungewisse Nacht folgte nun...
Ishar wandte sich um: "Folgt mir, Rhaoul."
Sie begaben sich zum großen Zelt am Nordende des Lagers und überließen die Soldaten an den Wachfeuern sich selbst. Vor dem Eingang wartete bereits ein großer, schwarzer Ork, Arzedokh. An den Seiten zwei Wachen, die sich auf Furcht einflößende Langäxte stützten.
Rhaoul musterte sie mit einem schnellen Blick. Einen merkwürdigen Augenblick lang hätte er fast geglaubt feindliche Soldaten vor sich zu haben. Beides hoch gewachsene Männer, in glänzenden Stahl gerüstet, dunkelhaarig, aber hellhäutig mit grauen Augen. Zweifellos Dunedain. Doch dann erinnerte er sich: Diese Tarkil hießen Ulbar und Sakalthor und waren unter den dreißig Männern gewesen die gemeinsam mit Ishar aus Rhovanion nach Carn Dûm zurückgekehrt waren.
Ulbar war ein Abkömmling der ehemals beherrschenden Dunadan-Geschlechter Rhudaurs, und bereits seit langen Jahren hatte sein Vater dem Reiche Angmar gedient und sich so die Herrschaft in einem kleinen Bereich des Landes gesichert, während die anderen Häuser in blutigen Feldzügen vernichtet wurden oder nach Süden flohen. Zuletzt hatte er selbst Truppen gegen seine ehemaligen Landsleute geführt um seine Treue zum Hexenkönig unter Beweis zu stellen. So gab man seinem jüngeren Sohn einen Rang in der Gefolgschaft Ishars. Sollte der Krieg ausbrechen, würde er wohl einen eigenen Teil Rhudaurs als Lohn erhalten. Freilich dabei nie mehr als eine Marionette sein, an deren Fäden andere zogen.
Über Sakalthor wusste er zu seinem Ärger nur wenig. Nur dass er wie auch Ishar aus Cardolan stammte, jedoch nicht aus Girthlin sondern dem südlichsten Herzogtum Hirdor Gwathlo. Rätselhafterweise hatte er es vor vielen Jahren urplötzlich verlassen und war übergelaufen...
Zweifellos hatte Ishar damals seine besten Gefolgsleute mit sich zurückgebracht und ließ sich nun auch von ihnen schützen. Rhaoul nahm sich vor, mehr über jeden dieser Männer herauszufinden.
Als sie die schwerem Ledervorhänge des großen jurtenartigen Zeltes zurückschlugen, betraten sie einen kargen Innenraum in dem nur der schwache Schein von Kerzen Licht spendete. Felle lagen auf dem Boden und bedeckten eine Liege die an der rückwärtigen Wand stand. Doch ungewöhnlicherweise stand in der Mitte ein niedriger Tisch, der wohl nach der Reise beim Aufschlagen des Lagers aus Einzelteilen wieder zusammengefügt worden war. Darauf lagen einige Karten und Schriftstücke. Einige Becher standen um eine Flasche herum. Außerdem gab es einige Sitzmöbel und zwei kleine Truhen.
Ishar forderte: "Setzt euch!" und deutete auf die belehnten Stühle. Rhaoul nahm ihm gegenüber Platz. Ihre Mäntel behielten sie an. Auch im Zelt war es kalt.
Arzedokh zog es offenbar vor zu stehen und stützte sich auf einem Speer ab. Ishar kümmerte sich nicht darum. Er wusste nun, dass er ihm vertrauen konnte und das reichte ihm. Rhaoul aber warf ihm von der Seite einen verächtlichen Blick zu.
Zweifellos war er der Meinung, dass hier jemand ziemlich fehl am Platze sei. Um die Mundwinkel des Dunadan zuckte es kurz. Einen Grund mehr Arzedokh dabei zu behalten.
"Wir müssen spätestens in einer Woche umkehren", sagte Ishar.
"Wiso?" Der Magier blickte misstrauisch. Er griff nach einem Becher und schenkte sich Wein ein.
"Weil unsere Vorräte für diesen Reiseabschnitt dann praktisch aufgebraucht sind. Der Marsch war anstrengend und die Männer brauchten in der Kälte dementsprechend zu essen. Die Rinder sind tot..."
"Was auch so eingeplant war", warf der Priester spöttisch ein.
"...und die Maultiere zu schlachten wäre eine letzte Möglichkeit, die ich nur vorgesehen habe, falls wir mal wieder in einem dieser verdammten Schneestürme feststecken", fuhr der Feldherr fort.
"Warum erzählt ihr mir das alles jetzt? Es ist schließlich noch genug Zeit bis dahin." Rhaoul trank in mehreren kleinen Schlucken. Scheinbar schien er dabei Schmerzen zu haben, wie Ishar scharf beobachtete.
"Mag sein, doch ich wollte, dass euch klar ist, dass wir hier nicht unbegrenzt bleiben können. Die Eiswüste ist auch so schon unwirtlich genug, doch die wirklich harten Schneestürme stehen uns noch bevor." Er nahm sich nun ebenfalls einen Becher." Wir haben eben auch noch einen Rückweg vor uns, bevor wir den ersten Vorposten erreichen wo wir unsere Vorräte auffrischen können. Und dann müssen wir bei übelstem Wetter am Rande der Talach Uichel entlang nach Osten. Wir können kein Winterlager aufschlagen!"
"Wir werden wohl noch in der Lage sein die Strecke nach Süden bei schnellem Marsch der Soldaten zurückzulegen", widersprach sein Gegenüber.
"Ein Gewaltmarsch kostet Kraft! Die Krieger sollen schließlich noch weiter marschieren und bereit zum Kampf sein", schüttelte Ishar mit dem Kopf.
"Unsere Soldaten sind wohl noch in der Lage einige Anstrengungen zu überstehen! Was soll diese lächerliche Besorgnis? Wollt ihr Hirte für Schafe sein oder Rudelführer für Wölfe? Ein Wolf besitzt Ausdauer!" Rhaoul verzog das Gesicht.
Ishars Finger umklammerten den Pokal fester. "Aber auch ein Wolf muss sich einmal ausruhen... und bis der Vorposten von uns erreicht wird..."
"Bis dahin erfüllen wir den Auftrag unseres Herrn so wie ich es für richtig halte. Noch ist uns der Erfolg nicht sicher. Wir werden unseren Befehlen gehorchen, ich weiß was wir zu tun haben. Und ihr auch!" Rhaoul blickte Ishar nicht ins Gesicht, sondern saß seitlich zu ihm und schien auf die Zeltwand zu starren. Aber seine Stimme war gleichzeitig scharf und kratzig geworden.
Ishars Fingerknöchel begannen weiß hervorzutreten. "Ich denke, ihr überlasst das Kommando lieber den Händen die damit umzugehen wissen, bevor sie euch wieder aus einem Erdloch ziehen müssen. Schlussendlich sollten wir, auch wenn wir nun ohne Rinder etwas Marschzeit gewinnen, unsere Soldaten nicht in dieser kalten Ödniss krank werden und vor die Hunde gehen lassen. Wenn wir wollen, dass sie noch mit Wolfszähnen zubeissen können." Ishar zwang sich zu lachen und fühlte sich danach wieder leichter und befreit von der arroganten Anmaßung in Rhaouls Stimme. Seine Finger entspannten sich wieder. "Zudem ist euch vielleicht aufgefallen, dass wir noch einige sehr große Mitreisende haben werden, die uns sehr viel mehr aufhalten könnten als Rinder. Übrigens müsst ihr ja nicht zu Fuß marschieren wie meine Männer - zu Pferd kommt man immer leichter voran. Ihr täuscht euch über die Strecke."
"Ihr braucht mich nicht zu belehren wie einen dieser gierigen, schleimigen Narren, die euch sonst immer Stöcke zwischen die Beine geworfen haben." Rhaoul atmete einen Augenblick lang heftig und stoppte dann plötzlich. Langsam lehnte er sich zurück und lächelte zynisch: "Es war zweifellos notwendig diese Speichellecker aus dem Weg zu räumen, bevor sie irgendwelchen Schaden anrichteten, aber mit so etwas macht man sich auf die Dauer Feinde..."
Einen Augenblick lang herrschte völliges Schweigen im Zelt. Dann erst glaubte der Feldherr zu begreifen. " Ihr habt mich schon lange beobachtet, bevor..."
"Seid nicht so dumm. Ihr wurdet die ganze Zeit schon beobachtet, durch wen auch immer. Und es war kein Zufall, dass diese fetten Quallen aus den Handelshäusern gerade dann auftauchten, als ihr so kurz vor dem Erfolg eures ersten Kommandos standet. Sie hätten am liebsten alles abgezweigt nicht wahr?" Der Priester betrachtete seinen Gegenüber durch halb geschlossene Augenlider.
In dessen Kopf arbeitete es, während er sich bemühte nach Außen Ruhe zu bewahren. Wollte dieser Hund ihn mit geheimen Wissen erpressen und damit unter Druck setzen?
"Es sind freilich verdächtig oft welche von Feinden aus dem Hinterhalt getötet worden oder im Fluss ertrunken oder..." Die Augenlieder verengten sich noch etwas weiter.
Ein schiefes Lächeln war die Antwort: "Nun ja...hin und wieder sind auch einige einfach an schlechtem Essen gestorben..."
"Oder vom Pferd gefallen...!" Der Magier lächelte trocken zurück.
"Was wollt ihr?" Ishar beugte sich vor.
"Nichts. Schließlich wollte die Priesterschaft diese korrupten Versager aus dem Osten schon lange loswerden - sie waren gewissermaßen eure letzte Prüfung. Danach blühte euer Handel auf und eure Truhen füllten sich mit Gold das ihr tadellos ohne etwas zurückzubehalten nach Carn Dûm gesandt habt." Nun schüttelte Rhaoul leicht seinen kahlen Kopf." Aber tut mir den Gefallen und haltet mich nicht für ebenso ein überflüssiges Hindernis das man am Besten aus dem Weg räumen sollte. Ohne mich wärt ihr nun nicht hier!"
Ishar lehnte sich nun ebenfalls zurück." Nein - wohl nicht. Doch tut mir ebenfalls einen Gefallen", begann er und seine Stimme wurde schärfer, "wenn ihr in Zukunft etwas unternehmt, von dem unser Erfolg oder Misserfolg abhängen könnte, lasst es mich vorher wissen und weiht mich in eure Entscheidungen ein, selbst wenn ihr sie aufgrund eurer geheimen Künste trefft - nein, ganz besonders dann! Denn ich bin der Anführer dieses Heeres und in allen Kriegsdingen steht mir, mir allein, die Führerschaft und Entscheidungsgewalt zu! Merkt euch das! Denn so wie ich eure Entscheidungsgewalt in... gewissen Dingen respektieren werde, so werdet ihr auch mich als Anführer respektieren! Ihr seid mein erster Berater, ein hoher Diener unseres Gebieters, und ich weihe euch in alle meine Entscheidungen ein, doch handelt ihr ebenso an mir - und vor allem gehorcht! Denn das war der Wille unseres Herrn!"
Einen Moment lang herrschte erneut Schweigen. Der Hohepriester zeigte keinerlei Regung. Doch dann verzog er wütend das Gesicht und zischte. Arzedok, der die ganze Beratung über noch kein Wort gesagt hatte, spannte sich. Dieser Mensch war dem Ork stets wie ein tückisches Biest vorgekommen, das einem im nächsten Augenblick den Giftstachel ins Fell rammen mochte. Doch als der Magier sprach war er merkwürdig ruhig. "Ich habe verstanden und werde mich daran halten. So soll es geschehen!"
"Tatsächlich?" fragte Ishar, nun ebenfalls vollkommen ruhig.
"Ja. Unser Streit schwächt nur unsere Kräfte. Es ist Zeit ihn zu beenden." Er legte die Hände mit den Handflächen nach oben auf den Tisch und blickte ihm direkt in die Augen.
Diesmal schien es Ishar, dass der Magier es wirklich aufrichtig meinte. Die Zukunft würde es ihm so oder so zeigen... " Wohlan - dann sollen sich unsere Kräfte wieder vereinen. Trinken wir darauf!" Ishar schenkte Rhaoul Wein nach und reichte auch dem Orkhäuptling einen Becher, den dieser mit seinen Klauen bewehrten Händen ergriff.
Sie leerten die Becher bis zur Neige.
Da erhob sich Lärm im Lager draußen, der immer lauter wurde. Rufe stiegen auf. Waffen klirrten und Soldaten eilten schreiend in eine bestimmte Richtung. Die Zeltvorhänge am Eingang wurden zur Seite gerissen und Sakalthor stürmte herein.
"Drachen, Herr! Die Drachen kommen!"
Der Feldherr ließ seinen Becher fallen und ergriff sein Schwert: "Folgt mir!"
Als sie nach draussen kamen, war bereits das ganze Lager auf den Beinen. Er blickte sich um. Sämtliche Soldaten waren von dem Lärm geweckt worden und kamen aus ihren Zelten, um zu sehen was dort vor sich ging. Etliche stürmten an das andere Ende des Lagers wo erschreckte Rufe ertönten. Doch erkennen konnte er nichts. Denn vor ihm waren die Scheiterhaufen und etliche Menschen. Ishar fluchte. Schnell machte er sich auf dem Weg. Ein Gedanke schoss ihm durch den Kopf." Sagtet ihr nicht, die Drachinnen würden noch tagelang Fressen und sich danach erst einmal ausruhen?" Der hinter ihm mühsam über den Schnee her eilende Rhaoul antwortete keuchend: "Das war anzunehmen." Ishar sparte sich eine Antwort und beschleunigte stattdessen sein Tempo. Was, wenn irgendeiner seiner Krieger nun eine Waffe gegen die Monster erheben sollte? Er hatte ihnen zwar erklärt das ihnen die Drachen dienen würden, aber schließlich war wohl noch keiner von ihnen solch einem Ungeheuer begegnet. Und Arzedoks Stamm war noch viel unberechenbarer - Orks eben...
Endlich hatte er das verfluchte Feuer umrundet und sah nun was geschah. In wenig mehr als 200 Schritt Entfernung schoben sich drei gewaltige Schatten aus der Dunkelheit. Die Menschen und Orks wichen langsam vor ihnen zurück. Erst jetzt kamen sie allmählich in den Widerschein des Feuers, der die monströsen, urzeitlichen Köpfe in rötlichen Glanz tauchte und sich auf Myriaden von Schuppen wiederspiegelte, die das Licht gleichzeitig zurückzuwerfen und aufzusaugen schienen, als wenn sie von innen heraus glühten.
Das vorderste Ungeheuer war gleichzeitig das größte und Furcht einflößendste, zweifellos die Mutter der Brut. Doch auch die beiden anderen ließen durch ihren bloßen Anblick das Blut in den Adern erstarren, wenn sie ihre riesigen, blutig-roten, geschuppten und Horn bewehrten Leiber mit dem noch einmal so langen Schwanz direkt auf das Lager zubewegten.
Die Krieger hatten ihre Waffen ergriffen und immer mehr rannten als Verstärkung herbei. Ishar erkannte, dass er sehr schnell irgendetwas unternehmen musste. Rhaoul war mittlerweile bei ihm angelangt: "Ich werde mit ihnen sprechen, Feldherr."
"Gut, doch wir tun dies gemeinsam." Laut rief er: "Männer, lasst die die Waffen unten! Wir werden mit den Drachinnen reden! Vergesst nicht dass sie kommen um uns zu helfen! Tretet beiseite und lasst uns durch!"
Das Rufen der Krieger verstummte.
"Arzedokh, halte deine Leute unter Kontrolle".
Der Ork eilte zu seinen Kriegern und bellte mit rauer Stimme in seiner Sprache scharfe Befehle. Ishar hob noch einmal die Stimme: "Tretet endlich beiseite, verdammt!" Zögernd machten die Männer Platz, den Blick argwöhnisch auf die Bestien vor ihnen gerichtet haltend, und eine Gasse tat sich auf.
Ishar und Rhaoul traten hindurch. Der Schnee vor ihnen war weiß und rein, wie ein hingeworfenes Tuch mit einigen Wellungen. Doch unter dem stampfenden Tritt der Drachenklauen verging er. Dampf quoll in Schwaden aus Reißzahn bewehrten Mäulern und gefror nicht. Weit hinter sich vermeinte Ishar das Geräusch von aus Schwertscheiden gleitendem Metall zu hören. Heiße Luft schlug den beiden Dienern Angmars entgegen, die wieder stehen geblieben waren und das Kommen der Drachinnen erwarteten...
(Holger)