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Der Roman „Angmar“
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Das Buch Valorien



Die Geburt


Es war Nacht im Düsterwald und der Wind brauste durch die Baumwipfel. In östlicher Richtung in der Nähe des Nebelgebirges hatte sich bereits eine undurchdringliche Nebelwand gebildetet. Die ersten Regetropfen begannen vom Himmel herab zu fallen als eine schwarze Stute mit langer Mähne, sich mühsam auf die Suche nach einem geeigneten Platz für die bevorstehende Geburt ihres Fohlens machte. Ihr Bauch war fast kugelrund und ihr Gang deutete auf ihre ersten Schmerzen der Wehen hin, denn sie hielt ihren Kopf stark gesenkt und ihr ganzer Körper schien merklich angespannt zu sein. Nur langsam trabte sie vorwärts durch die schmalen Pfade im Wald, welche einmal vor längerer Zeit von anderen Waldbewohnern angelegt worden waren. Mit jedem weiteren Schritt wurden ihre Wehen stärker und stärker. Doch sie war nicht ganz alleine wie zunächst vermutet. Hinter ihr trabte in stolzer Haltung der Hengst Valimanor. Seine lange wellige, schwarze Mähne wehte im nächtlichen Wind. Er musste der Vater des Fohlens sein, denn er sah sich immer und immer wieder schützend und zugleich wachsam um, damit die Stute keiner Gefahr ausgesetzt werden Würde.
Inzwischen hatte der Regen eingesetzt und die Tiere hatte dichtere Stellen aufgesucht, in welchen anderen Raubtieren oder Wesen der Zugang erschwert werden würde.
Gerade als die Stute um eine kleine Biegung über einem Hügel hindurch zwischen die Bäume getrabt war, schreckten beide Tiere mit weit aufgerissenen Augen hoch. Der Hengst sicherte mit seinen Ohren und Augen die Umgebung, bis ein lautes dumpfes Geräusch den Waldboden vibrieren lies. Es hörte sich zunächst an wie ein weiter entferntes Donnergrollen, doch der Hengst Valimanor musste erahnt haben, um welche Art Geräusch es sich tatsächlich handelte. Er wurde sichtlich nervös und blähte seine Nüstern weit auf. Er begann die Stute von hinten schützend zu schubsen, denn das dumpfe Geräusch wurde lauter und lauter und zugleich kam es immer näher.
Der Wind hatte sich in einen tosenden Sturm verwandelt und machte dadurch den Tieren die Flucht vor diesem Geräusch nur noch schwerer. Durch die lauten Sturmwinde hatte es Valimanor nur noch schwerer die Quelle des sich nähernden Geräusches auszumachen. Nass bis auf die Haut trabten der Hengst Valimanor und seine Stute Valinjien. In Panik begannen sie wie wild, blindlings tiefer in den Wald hinein zu galloppieren. Der Sturm bog die Wipfel der Bäume und ihre Stämme ächzten unter dem Druck des Windes als die schattenhaften Gestalten aus irgendeinem Grund von der Stute abgelenkt waren, so dass die Stute Valinjien die Gelegenheit nutzte um trotz ihrer kurz bevorstehenden Geburt noch tiefer in den Wald zu fliehen. Hinter ihr vernahm sie nur noch das laute gellende Wiehern von Valimanor, den die Schattengestalten inzwischen gefangen genommen hatten. Sie legten ihm Ketten der Kälte um seinen starken Hals ehe sie mit ihm in entgegengesetzter Richtung aus dem Düsterwald ritten. Das Wiehern des Schmerzes von Valimanor verstummte nach und nach. Und auch das dumpfe Stampfen der Hufe ihrer Pferde verstummte im Wald, als sich die Stute in der Nähe des Waldklosters der Elben zur Geburt unter einem alten Eichenbaum niederlies.
Ihr ganzer Körper war angespannt vor Schmerz und sie versuchte mit letzter Kraft die Presswehen aushalten. Ein gellender Schmerzensschrei lies vernehmen, dass es nun soweit war. In die Welt von Mittelerde würde nun ein neuer Mitbewohner geboren werden.

(Alessa)