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Der Roman „Angmar“
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Der Untergang Númenors
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Zeittafel





Das Buch Allisiand
Die frühen Jahre (3021 im dritten Zeitalter)
Zur selben Zeit an einer ganz anderen Stelle Mittelerdes in Minas Tirith, stand ebenfalls eine Geburt an. Arwen lag in ihrem Bett, umhüllt von Seidendecken. Die kleinen Schweißperlen rannen ihr über ihre Stirn, als die ersten Presswehen einsetzten, doch waren diese für Elben lange nicht so unerträglich wie für Menschen oder andere Geschöpfe. Arwen behielt innerlich die Ruhe und ertrug den aufkommenden Geburtsschmerz mit Würde. Nur eine noch junge Elbin saß neben Arwens Bett und hielt ihre Hand, die nur ab und wann vor Schmerz zusammenzuckte. „Jetzt ist es soweit,“ gab ihr Arwen unter Schmerz zu verstehen.
Einige Stunden später war es dann soweit. Allisiand erblickte das Licht der Welt. Arwen hatte alles genau wie bei jener Geburt ihres Sohnes mit Würde unbeschadet überstanden. Nur etwas entkräftet ruhte sich Arwen mit ihrer neugeborenen Tochter im Bett aus.
„Bitte lasst Aragoron zu mir kommen. Er soll seine wunderschöne Tochter zu Gesicht bekommen,“ bat sie die junge Elbenfrau.
Diese machte sich sogleich auf den Weg...
Vier Jahre später: Es war ein wunderschöner sonniger Tag, als Aragorn mit seiner Tochter Allisiand auf einem Ausflug auf seinem Pferd Brego unterwegs waren. Allisiand war gerade vier Jahre alt und doch schon für ihr noch junges Alter geistig weiter als andere in selbigem. Inzwischen war ihre braunen Haare schulterlang geworden und die ersten Anzeichen ihrer besonderen Begabungen traten ab und wann zum Vorschein .Beim Spiel mit ihrem Vater Aragorn geschah es, dass seine Tochter nur ganz einfach so, ihre Hand auf die Stirn des Pferdes Brego legte „Vater..., Vater“ rief Allisiand Aragorn voller Begeisterung zu „ich konnte spüren, was Brego gerade fühlt.“
Aragorn freute sich einerseits auf die sich entwickelnden Begabungen seiner Liebslingstochter, jedoch andererseits stieg Unbehagen in ihm auf, denn er wusste nur zu gut, was dies zu bedeuten hatte. Liebevoll strich er mit seiner Hand über ihre Stirn. Der Rat der Elben hatte schon vor Tagen in einer mehrtägigen Sitzung beschlossen, dass Allisiand, sobald sich ihre ersten Anzeichen ihrer Talente eröffnen wurde, zu Pflegeeltern sollte. Dies würde nur ihrem Schutz dienen.
Es war Abend geworden und die Sonne stand schon tief, als Aragorn mit seiner Tochter nach Minas Tirith zurück ritt. An den Toren der Festung angekommen stieg er von Brego ab und führte ihn mit Allisiand auf seinem Rücken zu den Stallungen. „Warte, ich helfe dir vom Pferd runter,“ konnte er noch sagen, aber seine Tochter hatte sich in ihrem kindlichen Übereifer bereits nach hinten über Bregos Rücken ins Stroh fallen lassen. „Ganz ihre Mutter,“ meinte er mit lächelndem Blick und schüttelte den Kopf. Nachdem Aragorn sein Pferd abgesattelt hatte und es an einen der anderen Elben übergeben hatte, nahm er seine Tochter auf den Arm und trug sie in die Gemächer, wo Arwen auf sie beide wartete. Vor den Türen setze er sie ab.“So, nun geh und begrüße deine Mutter.“ Mit einem seichten Schubser wies er seine Tochter vorwärts zu gehen. Allisiand rannte direkt in die Armer ihrer Mutter. „Mutter, ich habe heute etwas von Brego gefühlt,“ erzählte sie.
Arwen sah in Aragorns Richtung und sagte dann nur etwas unterkühlt. „Es ist soweit,“ und senkte dann ihren Kopf. Aragorn nickte nur zustimmend: „Ich weiß es auch seit heute.“
Die Sonne war in der Zwischenzeit auch schon untergeganen als sich die drei in den Armen lagen Eine Woche später war es dann soweit.
Gerade als das Fohlen auf die Welt kam und von Valinjien liebevoll trockengelegt wurde, brach die Stute vor Erschöpfung in sich zusammen. Das schwarze kleine Fohlen kuschelte sich ebenso erschöpft neben ihr ein. Sie fielen in einen tiefen Schlaf. Nach Tagen und Nächten ohne Bewusstsein im tiefen Schlaf erwachte die Stute und öffnete nur langsam die Augen. Zu ihrer Verwunderung, mit der sie um sich sah, befand sie sich nicht mehr im Düsterwald, sondern an einem seltsamen, ihr völlig unbekannten, Ort. Alles hier wirkte auf das Tier völlig ruhig und hell. Sie lag gebettet auf weichem Stroh, ihr Fohlen lag noch tief schlafend neben ihr mit eingerolltem Körper.
Ihr unsicherer suchender Blick fiel nun auf eine hoch gewachsene schlanke Gestalt vor ihr. Sie schien freundlich zu sein, denn sie beugte sich tief auf den beiden Tiere herab und streichelte zärtlich und ruhig über den Kopf Valinjiens. „Keine Sorge, Du wirst wieder ganz gesund werden,“ sprach die Gestalt mit sanfter und beruhigender Stimme.
Jene Gestalt, die sich so hingebungsvoll um die beiden Tiere kümmerte, gehörte zum Volk der Hochelben. Es war einer der Elbenfürsten in weissem Gewand welches ihm fast bis an die Füße reichte. Sein Haar war lang und hell. Sein ganzes Äußeres machte auf die beiden Tiere einen besänftigten Eindruck. Nachdem der Elbenfürst die Tiere mit Futter und Wasser versorgt hatte, ging er wieder aus den Stallungen hinaus. So schlief die Stute erneut ein, doch diesesmal war es der tiefe Schlaf der Heilung.
Zwei Jahre später... in Lorien: Aus dem tapsigen kleinen Hengstfohlen war in der Zwischenzeit ein junger edler Jährlingshengst geworden. Schon jetzt zeichnete sich ab was für ein stolzes und schönes Tier er mal später werden würde. Er trug schon stolz seinen Körper im vollen Galopp zur Schau und seine lange wallende Mähne flatterte wie Feuerflammen im Wind. An den Hufen trug er einen Kötenbehang (langes Haar). Stolz und zugleich stark war sein Schritt geworden. Seine Mutter Valinjien stand ebenfalls in seiner Nähe und beobachtete mit ruhigem Blick das Treiben um sich herum. Sie war wieder bei voller Gesundheit und schien dem Blick nach zu deuten stolz auf ihren Sprössling zu sein, denn immer wenn Valorien an ihr vorbei galoppierte, wieherte sie ihm zu, so als wolle sie ihm etwas sagen.
Einige Elben standen ebenfalls ganz in der Nähe der Tiere und sahen ihnen zu. Unter ihnen befand sich auch ein junger Elb mit langem, hellem Haar. Er schien besondern an den Tieren interessiert zu sein, denn hin und wieder gab er dies einem der Elbenfürsten mit Gesten zu verstehen. Es handelte sich um Legeolas. Er unterhielt sich angeregt mit einem der Waldelben-Fürsten. „Seht Ihr, wie ich gesagt habe, er hat sich prächtig entwickelt. Valorien lernt auch von Zeit zu Zeit immer mehr und ich bin sicher, er trägt das ganz Erbe seiner Mutter in sich. Es braucht nur noch den richtigen Zeitpunkt und den richtigen Freund, damit seine Begabungen sich voll entfalten könnten,“ gab Legolas dem Fürsten zu verstehen. „Ich bin sicher, er ist der richtige.“ Während er dies dem Elbenfürsten mitteilte wies er mit seinem Blick zurück auf die Wiese, wo der Hengst und seine Mutter sich nun gegenseitig ihr Fell putzen. Legolas rückte den Köcher auf seinem Rücken zurecht, ehe er sich auf den Weg machte. Der Elbenfürst indess beobachtete weiterhin die beiden Tiere. „Ja, ich denke, er ist es,“ murmelte er in sich hinein. Die anderen noch verbliebenen Elben nickten zustimmen und folgten ihm.

(Alessa)