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Der Roman „Angmar“
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Der Untergang Númenors
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Zeittafel




Die nahenden Schatten
Schon bereits seit einiger Zeit machten sich immer düstere Veränderungen in der Nähe der Flusslandschaft wie ein dunkler Schatten breit. Es begann um das Jahr siebenhundert des vierten Zeitalters. Die ersten Kämpfe um die fruchtbare Flussregionen wurden ausgetragen. In jener Zeit war Isildur II. König von Gondor . Er schied jedoch im selben Jahr dahin und hatte zuvor die Krone an seinen Sohn Anarion übergeben, dem von nun an all die Verantwortung für die weitere Zukunft Gondors übertragen worden war.


Es lag von nun an überall in der Luft, überall im Wasser und auch auf der Erde, dass sich etwas verändern würde. Ob zum Guten oder zum Bösen...


Zur selben Zeit in Rohan...
Ralfaind hatte sich aufgrund unüberwindbarer Differenzen von seiner Geliebten getrennt und sich zugleich von seiner Familie gelöst. Mitten in jener Nacht, so hieß es, habe er sein Pferd mit Proviant bepackt und sich auf die Reise gemacht. Er lies alles aus seiner Vergangenheit zurück, um ein neues Leben zu beginnen. Niemand konnte auch nur den wahren Grund seiner Reise erahnen, doch im Stillen wusste Ralfaind genau, was und warum er es wollte.


Um das Flussgebiet hatte sich in jener Zeit eine Allianz zwischen den Nuriag, welche auch bekannt werden sollte unter dem Namen „Der Zusammenschluß der Usrievrim“ Dieser Zusammnschluß eroberte mit hinterhältigen Angriffen des gesamte östliche Rhûn. Mehr und mehr Allianzen und Verbündete schlossen sich in kleinen Gruppen zusammen, um verteilt im Zwillingsreich Anschläge auf die Ländereien und Königspaläste auszuführen in dieser Zeit der aufkeimenden Kämpfe und Unruhen. Alisiand versuchte wie ihr einst vom Rat der Elben vor langer Zeit verheisen worden war Anarion mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Die Variag, welche sich wirtschaftlich ungerecht behandelt sahen, versuchten mit härteren Kampfanschlägen sich Godor zu nähern.
Nachdem der Fürst von Umbar die Gewässer der haradaischen Küste zur Umbarischen See erklärt hatte, rückte eine Zeit der wirtschaftlichen Krise für Gondor näher. Alisiand bat um eine Audienz mit Anarorion. Dort versuchte sie mit ihm all die Kämpfer und Getreuen für ihn zu vereinen, um Gondor im Kampf zu unterstützen. Bis dahin bleibe zwar noch etwas aber nicht mehr sehr viel Zeit.
Allisiand vermochte es genau wie ihre Ahnen aus dem Volke der Elben, viel zu sehen. Sie spürte es bereits in der Erde, sie roch es in der Luft und es spiegelte sich bereits im Wasser. Eine neue dunkle Macht begann sich zu erheben, wenn zunächst auch nur noch sehr klein und vereinzelt im Berg rund um den großen Fluss. Die ersten Verbündeten konnte diese neue dunkle Macht jedoch schon unter den Menschen und anderen Völkern Mittelerdes für sich gewinnen. Böse Zungen behaupten schon mit kaltem Hauch: „Es wird sich eine neue Macht erheben, ihre Kraft wird stärker werden“.


Eines Tages erwachte Allisand früh am Morgen. Noch etwas benommen erhob sie sich und sah gen Himmel auf. Ihre Augen wurden starr vor Angst. „Eine rote Sonne geht wieder auf, ein dunkles Unheil naht von Ferne her,“ murmelte sie in sich hinein. Jetzt wünschte sie sich mit ihrem Vater genau wie früher beraten zu können, doch von nun an war die Zeit angebrochen, selbst kleine und große Entscheidungen zu treffen.
Nach einem kleinem Morgenmahl packte sie alle ihre Reisesachen in die Satteltasche und machte sich auf den Weg zu Valorien. Valorien stand bereits wartend neben ihr im Gras. Sie hatten die Nacht im freien verbringen müssen. Gerade als sie die Satteltaschen und den restlichen Reiseproviant auf ihrem Pferd zurecht machte, vernahm sie eine ihr bekannte Stimme, welche mit ruhigem Klang zu ihr sprach. „Du bist der Träger der Schriftrollen, der Geschichten und der Zukunft Mittelerdes und das bedeutet allein zu sein - aber nicht für immer.“
Allisiand erschrak und wandte sich hastig um. Mit suchendem Blick suchte sie die Umgebung um sich ab, konnte aber niemand entdecken. “Wo bist du, wer bist du , zeig dich mir,“ forderte sie die Stimme in der Ferne auf.
Es zeigte sich wie erwartet niemand. So packte sie all ihr Hab und gut zusammen und stieg auf Valoriens Rücken. „Lass uns weiterziehen, wir haben noch einen weiten Weg vor uns,“ trieb sie ihr Pferd an und jagte im vollen Galopp über die steinernen Hügel davon.


Weit unten an den Ufern des Flusses keimten ersten Kämpfe um die fruchtbaren Felder auf. Immer mehr und mehr Unruhen traten zwischen den Königreich auf. Noch während sich Alisiand entschlossen hatte den Elben entgegen zu reiten, breitete sich erneut ein dunkler Schleier auf. Die freien Völker Mittelerdes mussten erneut um ihre Freiheit kämpfen. Die Usievrim hatten sich mit andern dunklen Gestalten aus Sarumans Zeit zusammen geschlossen und trachteten nach den fruchtbaren Gewässern und Feldern rund um den Fluß. Lange Zeit hatte das Königreich Gondor in Freiheit und Frieden die Gebiete schützen und bewirtschaften können.
Die Elben, welchen Allisiand entgegenritt, hatten bereits ihre letzte große Wanderung in ihre nördlichen Reiche Endors angetreten. Sie hatten alle ihre Elbenstätten an die Menschen übergeben. Alisiands Ziel war es, ihnen ein letztes Mal gegenüber zu treten um sie um Rat und Hilfe zu bitten, ehe es zu spät sei.


Zur gleichen Zeit an einer ganz andren Stelle Mittelerdes geschah etwas sehr Seltsames: Mitten im Fangorn-Wald tief in einer dunklen Höhle. Ein heftiges Gewitter hatte den Wald erfasst und es regnete in Strömen. Hier und da donnerte es. In einer dunklen Höhle funkelten zwei gelbgrüne Augen böse in die Dunkelheit hinein, dann folgte ein lautes und tiefes Grollen. Zunächst noch wie ein dunkler Schatten trat es aus dem Dunkel der Höhle zum Vorschein und jetzt war zu erkennen, um was es sich bei jener schattenhaften Gestalt handelte. Die Gestalt war nun eindeutig als sogenannter Gaur zu erkennen. Ein Gaur war sehr selten in Mittelerde. Zu allen Zeiten wusste kaum einer etwas über sie. Manch einer verwechselte sie mit den Wölfen Isengarts, welche zu Samumans Zeit als Reittiere der Späher dienten. Die Wesen stammten noch aus der Zeit Saurons, doch konnte er keines davon für sich nutzen, da ihr Wille zu stark war, sich ihm zu unterwerfen. Ein Gaur wurde bei den Elben auch als eine Art Werwolf bezeichnet, da sie nur bei Nacht unterwegs waren. Doch der Kraft der neuen Macht waren sie leicht dienlich und diese Tier war dazu ausersehen sich, auf Allisiands Fährte zu machen und um sie zu töten. Seine weißen großen und spitzen Zähne waren Furcht einflößend.


Nun sträubte das Tier sein pechschwarzen Haar und heulte mit blechernen Stimme gegen den Himmel, ehe es wie wild aus der Höhle in das Dunkel der Nacht hinaus schoss.
Die Gegend rund um das große Flussufer war von Unruhen erfüllt.


Das frühe Vierte Zeitalter jedoch sollte eine Zeit werden, in welcher alle anderen der freien Völker langsam aber unaufhaltsam von Mittelerde verschwinden würden. Die Elben waren die ersten.Sie begannen in großer Anzahl nach Westen auszuwandern und viele ihrer herrlichen Wohnsstätten wurden verlassen. Das vierte Zeitalter wurde auch von allen nur einfach „Das Zeitalter der Herrschaft der Menschen“ genannt. Jene der Elben die dennoch blieben, wanderten in kleinen Gruppen umher. Viele jedoch gingen in den fernen Osten. Die nun verbliebenen Waldelben, von welchen auch Alissiand die restlichen Schriftrollen erhalten hatte, zogen sich in gut ausgebaute Festungen zurück. Sie hatten sich von der Außenwelt abgeschottet. Dorthin wollte Alissiand noch ein letztes Mal reisen um sich Rat und Hilfe zu verschaffen.
Mit dem Dahinscheiden Saurons gerieten all seine Diener und Untertanen in komplette Unordnung. Die meisten der Orks und Trolle aus seiner Zeit verstreuten sich und viele verbargen sich tief in den Bergen. Sie versteckten sich in ihren dunklen Behausungen, von wo sie einst zu Sauron gekommen waren. Ohne einen starken Führer bekämpften sie sich alle gegenseitig. Ihre Anzahl wurde dabei kontinuierlich geringer. Seit jenem Tag verbreiteten sich Gerüchte über neue dunkle Schatten, denn böse Herrscher und andere dunkle Gestalten waren begierig darauf diese Machtvakuum zu füllen.
Unruhen, Kämpfe, Grenzkonflikte mit den reichen der wilden Menschen brannten wie lodernde Feuer mehr und mehr auf. Sie stahlen vereinzelt den Bauern die Ernte, entführten willkürlich Frauen, Kinder und andere Bewohner. Bisweilen nutzen sie die Art aus Sarumans Zeit mit welcher er die Festungen von Helms Klamm durchbrochen wurden.
Seit dem Tod ihres geliebten Vaters regierten ihre Brüder sowie einer ihrer Söhne das Land in Frieden und Harmonie. Doch langsam gewannen die dunklen Schatten mehr und mehr an Kraft. Die Zeit neuer Veränderungen war angebrochen. Die Expansion des hiesigen Königreichs sollte nicht so weitergehen.

(Alessa)