Allgemein
Homepage | Aktuell | faq | Tolkiens Romane | Jacksons Verfilmung | Bilder | Musik | Spaß in Mittelerde | Links | Gedichte | Geschichten | Suchen in der website | Chat | Forum |
Gästebuch

Der Roman „Angmar“
Spielregeln | Romanvorgabe | Die Autoren | Eigennamen | Entwürfe (zeitlich) | Entwürfe (nach Personen) | Stand des Romans | Zeittafel

Der Untergang Númenors
Spielregeln | Romanvorgabe | Die Autoren | Eigennamen | Entwürfe (zeitlich) | Entwürfe (nach Personen) | Stand des Romans |
Zeittafel




Balrog in der Schweiz zur ausgestorbenen Art erklärt
Bern (ap) - Der Vorsitzende des Schweizer Naturschutzbundes, Dr. Dieter Blütschli, gab gestern bekannt, dass die größte und eindrucksvollste Art der Schweizer Großtierfauna, der Balrog (Balrogus ferox), nunmehr als ausgestorben angesehen werden muss. Bis in die 1990er Jahre wurden gelegentlich einige Exemplare - drei alte Männchen - in unzugänglichem Gelände in den Hochlagen des Schweizer Nationalparks beobachtet. Die Seltenheit der Tiere und die Schönheit ihres Fells - tiefschwarz mit einem auffälligen feurigen Schimmer - hatte in der Vergangenheit zu exzessiver Überjagung geführt, so dass die Art in den meisten Ländern schon bald nach der Einführung moderner Feuerwaffen ausgerottet war. Nur in sehr unwegsamen Gebirgen fand sie noch Schutz.
Trotz dauernder Bewachung der Lebensräume durch freiwillige Hilfskräfte gelang es auch in der Schweiz nicht, der Wilderei gänzlich Herr zu werden. So wurde das jüngste und kräftigste Tier 1992 von einem ausländischen Jäger illegal abgeschossen. Das Fell konnte beschlagnahmt werden, als ein Händler versuchte, es nach Italien auszuführen. Anhand der sogenannten "Pseudoflügel" - bei denen es sich in Wirklichkeit um kurze Fortsätze der Schulterblätter handelt, die den Tieren helfen, in den starken Bergwinden ihre Balance zu halten - war es eindeutig als Balrogfell zu identifizieren. Der anschließende Prozess wurde zum Medienereignis. Der internationale Aufschrei des Protests ging durch die Welt und half vielerorts, bessere Schutzmaßnahmen für den Balrog durchzusetzen. Nur für die Schweizer Population war es zu spät. Nach 1992 wurde kein lebendes Tier mehr gesichtet, und als letztes Jahr ein Balrogskelett in einer Höhle aufgefunden wurde, wohin sich das Tier offenbar zum Sterben zurückgezogen hatte, erloschen die letzten Hoffnungen.
"Die Schweiz hat damit eine ihrer wertvollsten Attraktionen verloren," sagte Dr. Blütschli, "Nie wieder wird sich der Bergwanderer Auge in Auge mit diesem beeindruckenden Raubtier sehen; nie wieder wird der Älpler seine Kühe gerissen und ausgeweidet auf der Weide finden, die Almhütte aufgebrochen und den Käsevorrat geplündert; nie wieder wird der Paarungsruf des männlichen Balrogs im Morgennebel von Gipfel zu Gipfel hallen. Den Balrog wird es in Zukunft nur noch in Legenden geben."
Man könnte hinzufügen, dass es ihn auch auf den Tafeln eines Schweizer Schokoladenherstellers geben wird. Aber die heranwachsende Generation hat die natürlichen Eigenschaften des Balrogs schon fast vergessen: eine Umfrage in Schulen ergab, dass die meisten Kinder glauben, der Balrog sei lila ...

(Alex)

Anduril entgegnete:
Tja, einerseits schade, dass es diese beeindruckende Gattung wegen der Geldgier einiger Leute nicht mehr in Europa gibt, aber andererseits gab es doch schon immer einige Balrogs, die ihren Jagdinstinkt nicht auf Bergziegen, Geißböcke und Schafe reduziert haben. Wie viele Bergwanderer sind denn Opfer eines Balrogs geworden, im Grunde nur weil einige linke Politiker seit Jahren jeden Gesetzentwurf gegen diese enorm gefährliche Tiergattung blockiert?
Ist doch gar nicht so lange her, da wurde eine Gruppe von Wanderern ohne Grund von einem Balrog angegriffen. Nur mit Glück überlebten acht aus der Gruppe, nur der Führer, ein älterer, normalerweise vorsichtiger und erfahrener Mann stürzte dabei zu Tode... da hört' s dann mit dem Artenschutz doch auf, finde ich.
Alex erwiderte:
Ich fürchte, da seid ihr auch auf die Propaganda hereingefallen, die von den acht "Überlebenden" der Gruppe unter die Leute gebracht wurde. In Wirklichkeit, so berichtete wenig später der "Lothlorien-Anzeiger", war es nämlich so, dass der Führer dieser neun Wanderer den Absturz überlebte (den er übrigens selbst verschuldet hatte, indem er die Brücke zerstörte auf der er stand; das zeugt nicht gerade von Vorsicht und Erfahrung). Und nicht nur das, er hat dann den armen Balrog gejagt und verfolgt, ihn schließlich auf einem Berggipfel in die Enge getrieben und dort erbarmungslos zur Strecke gebracht.
Der Balrog hatte nur sein ganz normales Verhaltensrepertoire gezeigt. Jedermann weiß, dass Balrogath standorttreue Tiere sind, die alle Eindringlinge in ihr Territorium angreifen und verjagen. Das hätte auch der "erfahrene" Führer wissen müssen. Wie aus dem Kreis dieser neun Wanderer verlautete, hatte einer von ihnen diesen Balrog leichtsinnigerweise gereizt, indem er einen Stein in einen Schacht warf, in dem das Tier ganz harmlos und ungefährlich schlief.
Lasst die Tiere in Ruhe, dann tun sie euch nichts. Wenn man sie erst zur Weißglut reizt braucht man sich nicht über ihre Gefährlichkeit zu wundern. So kann man jede Art von Artenschutz demagogisch ad absurdum führen.
Ich darf vielleicht noch ein paar harte Zahlen anfügen:
Nach den Polizeistatistiken sind in den westeuropäischen Ländern von 1980 bis 2000 174-mal so viele Menschen von Kampfhunden angefallen, verletzt oder getötet worden wie von Balrogath.
Laut Angaben des ADAC waren in demselben Zeitraum in Deutschland, Österreich und der Schweiz genau 2 Balrogath in Verkehrsunfälle verwickelt, während die Zahl der durch Hunde, Wildschweine, Rehe, freilaufende Pferde, Rinder usw. verursachten Unfälle in die Tausende geht.
Korrektur: Nach genauerem Studium der Quelldaten muss ich meine obige Aussage dahingehend relativieren, dass nur ein Balrog einen Verkehrsunfall verursacht hat, indem er vor ein Auto lief.
Der andere Fall betrifft einen Balrog, der als Führer eines Kraftfahrzeugs einen Unfall verursachte. Dieses Tier war in einem Versuchslabor gefangen gehalten worden, wo man die Feuer resistenten Eigenschaften seines Fells untersuchte. Nachdem der Balrog unter anderem mehrere Hauttransplantationen über sich ergehen lassen musste, gelang ihm eines Nachts die Flucht. Er fraß den Nachtwächter und stahl den Mercedes des Laborleiters. Leider kam er mit der Gangschaltung und der Steuerung nicht gut zurecht, da man ihm an jeder Hand mehrere Finger amputiert hatte. Das eine Auge, das man ihm gelassen hatte, war so geschädigt, dass es für eine Nachtfahrt kaum brauchbar war und diverse Gehirnsonden beeinträchtigten das Wahrnehmungsvermögen. Auf einer Brücke geriet er ins Schleudern, durchbrach das Geländer - und FLOG und FLOG und FLOG und FLOG - krachte auf ein Bahngleis, wurde von einem Gefahrguttransport-Güterzug erfasst, der eine Weiche überfuhr und in einen wartenden CASTOR-Behälter raste. Es kam zu einer Explosion, die alles im Umkreis von 500 m atomisierte.
(P.S. Einer oft kolportierten Legende zufolge soll der Balrog rechtzeitig aus dem Wagen geschleudert worden und auf der anderen Seite der Brücke weich gelandet sein. Von Greenpeace-Aktivisten gerettet, gesundgepflegt und später außer Landes geschmuggelt ist er heute in Hollywood als Berater von Industrial Light & Magic tätig. - Naja. Zu schön um wahr zu sein.)

(Hier sind noch mehr satirische Texte von Alex)