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Der Roman „Angmar“
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Der Untergang Númenors
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Zeittafel




Ein Weg mit Hindernissen
Glorfindel erwachte früh und stand sogleich auf. Er begab sich zu seinem Becken und begann sich zu waschen. Danach legte er seine Reisekleidung an, gürtete sich Schwert und Köcher um, nahm seinen Bogen und begab sich in den Hof wo schon Arwen und Elrond warteten. Elrond begrüßte ihn und sprach: "Guten Morgen Glorfindel, ich konnte Euch leider nur noch Proviant für 2 Tage geben, denn das Lembas, welches ich noch fand, müsst Ihr für Notfälle aufheben und somit selbst jagen." Elrond musterte kurz den Himmel: "Ihr brecht jetzt lieber auf, denn es wird schon hell und solange ihr euch im Nebel bewegt, könnt ihr sicherer Reisen. Viel Glück. Atenio, Glorfindel! Atenio, Arwen!"
"Atenio, Elrond!"
Glorfindel bestieg Morgenwind und ließ sich von Arwen aus dem Gewirr der Moore auf die Straße führen. Sie ritten schon eine ganze Weile im Nebel dahin, als sich dieser zu verdichten begann. Glorfindel begann zu frieren und spürte nur das Schwert an seiner Seite, das zu glühen schien. Vorsichtig zog er Gilmedurfuin aus der Scheide und machte sich kampfbereit. Arwen hielt ihr Pferd neben ihm an. Als sie sich umsahen, merkten sie, dass es zu schneien begonnen hatte und sich die Menge des Schnees schnell erhöhte. Auch spürte Glorfindel jetzt einen eisigen Wind aufkam. "Arwen, wir werden einen Schneesturm bekommen. haben wir eine Möglichkeit irgendwo unterzuschlüpfen?"
"Nein, erst wenn der Weg Nach Lórien beginnt. Dort steht eine verlassene Hütte." Also ritten sie weiter.
Glorfindel, einhändig und mit dem Schwert bewaffnet, welches im Nebel leuchtete und ihnen den Weg wies, und Arwen versuchten die Abbiegung zu erkennen, an der der Weg nach Lórien begann. Der Sturm schien an Stärke zuzunehmen und es schien als würden sie verloren gehen. Gilmedurfuins Licht reichte kaum, um den Weg zu erhellen. Glorfindel machte sich ernste Sorgen, ob sie die Abzweigung je erreichen werden. Plötzlich hallte eine Stimme in Seinen Gedanken, die kälter als Eis war: "Bleibt stehen, oder ihr seid verloren."
Glorfindel schreckte hoch und suchte nach der Quelle der Stimme. Vor ihnen sah er einige Schatten, die diese Kälte zu verströmen schienen. Der kleinste unter ihnen trat vor und sprach in der Sprache der Menschen: "Folgt uns in euer Lager oder sterbt." Die Bogen der Angreifer spannten sich.
"Reitet zu, Arwen!" Glorfindel berührte die Brosche an seinem Mantel und spürte, wie er untertauchte. Danach nahm er sein Schwert und ritt direkt auf den Anführer zu und stieß nach ihm. Gilmedurfuin flammte auf und ein Berg blauer Flammen fuhr in den Körper der Kreatur. Doch sie verbrannte nicht! Glorfindel war bestürzt und spürte, wie sein seelisches Gleichgewicht durch einen Hieb eines unsichtbaren Schwertes erschüttert wurde. Er schwankte im Sattel und sah aus dem Augenwinkel, wie Arwen von einem Pfeil getroffen wurde und aus dem Sattel fiel. Glorfindel wendete sein Pferd und ritt auf die Angreifer zu und versuchte zu Arwen durchzudringen als ihn ein weiterer Angriff erschütterte. Glorfindel wankte wieder und holte mit einem unsicheren Hieb gegen eine der Gestalten aus. Ein gleißender Blitz entfuhr Gilmedurfuin und die Gestalt zerstob zu Nebel.
"Trugbilder" schoss es Glorfindel durch den Kopf und er wendete Morgenwind und ritt direkt durch die Menschen hindurch. Einer war dann doch menschlich gewesen, denn er schrie auf, als das Pferd über ihn hinweg sprang. Doch Glorfindel war schon über ihn hinweg und eilte zu Arwen.
Zu seiner Besorgnis sah er, dass sie verletzt war. Als er sich niederkniete, spürte er, wie sich ein Dolch tief in seine Schulter bohrte. Er fuhr herum und erschlug den Anführer mit seinem eigenen Dolch. Arwen hinter ihm bewegte sich. Glorfindel half ihr aufstehen und sie verarzteten sich gegenseitig ihre Wunden. Danach meinte Arwen: "Galadriels Heiler sollten unsere Wunden versorgen, ich fürchte, die Waffen waren vergiftet."
Glorfindel erwiderte: "Beeilen wir uns!".
So waren sie wieder unterwegs. Verwundet und auf der Suche nach Heilkräutern waren sie halb durchgefroren, als sie endlich einen sicheren Lagerplatz gefunden hatten. Bald prasselte ein schönes, warmes Feuer und sie verbanden die Wunden wieder, als es im Unterholz knackte. Da trat auf einmal ein Elb an das Feuer, hoch gewachsen und schön von Angesicht. Er verbeugte sich und sprach: "Ich grüße Euch, werte Freunde, Schöne Arwen aus Imladris, und auch Euch, fremder Elb. Ich bin Ananen. Ihr seit verletzt? Lasst mich Euch helfen."
Ananen kniete nieder und verarztete Glorfindels und Arwens Wunden: "Ihr müsst schnell nach Lórien, werte Arwen, der Pfeil war vergiftet. Fremder Elb, Euere Widerstandskraft ist erstaunlich, doch auch Ihr seit vergiftet und müsst in Lórien behandelt werden. Steigt auf, ich werde Euere Pferde auf verborgenen Pfaden nach Lórien führen."
Arwen und Glorfindel erhoben sich und Ananen löschte fachkundig das Feuer. Sie bestiegen ihre Pferde und Ananen führte sie. Bald war Glorfindel eingeschlafen und musste schlimme Träume über sich ergehen lassen. Als er wieder erwachte rasteten Sie. Ananen hielt Wache und Arwen schlief, und sie sah sehr fahl aus. Glorfindel machte sich ernsthafte Sorgen.
Ananen trat zu ihm. "Glorfindel, ihr seid wirklich ein erstaunlicher Elb. Ihr fragt euch jetzt, woher ich euch kenne? Ich kenne die Geschichten über euch und es gibt nur einen Elb, der so aussieht wie ihr. Ich bin erstaunt. Das Gift hat eueren Körper bereits verlassen und ich bin dankbar dafür. Wir müssen nämlich jagen."
Glorfindel erhob sich: "Ich danke Euch Ananen und ich hoffe, Ihr behaltet mein Geheimnis für Euch."
"Natürlich, lasst uns jagen gehen."
Glorfindel nahm Bogen und einem Pfeil aus seinem Köcher. Er legte den Pfeil ein und verschwand im Dickicht. Kurz darauf kam er mit einem Hirschen zurück und Ananen machte sich daran, den Hirsch zu häuten, während Glorfindel die Feuerstelle vorbereitete. Danach zauberte Ananen ein Hirschgericht und verarbeitete den Rest zu Proviant. Arwen erwachte und setzte sich trotz ihrer offensichtlichen Schmerzen auf. Sie machten sich über das Hirschmahl her. Danach bestiegen sie ihre Pferde und ritten sie weiter. So ging es zwei Wochen. Obwohl das Gift an Arwen zehrte, blieb sie fest im Sattel und erreichte wohlbehalten, wenn auch schwach, Lórien.
Sie wurden schon von einigen Elben empfangen, die Arwen und Glorfindel vom Pferd halfen und in Unterkünfte führten.
(Martin)