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Der Roman „Angmar“
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Der Untergang Númenors
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Zeittafel




Film-Satire

Isengard
Gandalf ritt so schnell er es vermochte nach Isengard. Schon von Weitem konnte er den Turm Sarumans erkennen, der wie eine riesige Pfeifenkrautpflanze aus dem Boden heraus schoß. Vor dem Turm angekommen, stieg der Zauberer von seinem Pferd.
"Rauch umgibt den Schicksalsberg und es wird immer später. Sauron ist wieder am Kiffen, der Rauch hat ihn verraten!" Saruman ging die Treppen im Eingang seines Turms hinunter und trat Gandalf entgegen.
Diese geile Stimme, dachte Gandalf, bevor er sich wieder zur Besinnung rief.
"Und Gandalf der Graue reitet nach Isengard, um sich meinen Rat zu holen. Warum bist du gekommen, alter Freund?"
Die beiden Zauberer liefen nebeneinander um den Turm. Gandalf zuckte mit der Hand, weil er jene Sarumans berühren wollte, doch er hielt sich zurück.
"Ich bin aus zwei Gründen hier", erklärte Gandalf. "Erstens müssen wir über unsere Beziehung reden. Ich will es noch einmal mit dir versuchen, Saruman. Ich vermisse dich, weißt du?" Der Zauberer fasste nun doch den Mut, Saruman an seiner Hand zu berühren, doch der zog sie zurück.
Saruman bliebe stehen. "Nein, für uns gibt es keine Chance mehr. Es tut mir leid. Der zweite Grund?"
"Das ist alles, was du zu sagen hast? All die Jahre einfach vergessen? Hat
es dir wenigstens gefallen, zusammen mit den dreckigen Orks in einem Bett?"
"Es geht dich zwar nichts an, aber es war schon okay, ja. Sie sind wilder als du, oh jaaaa... Doch ich liebe sie nicht, für wen hältst du mich? Orks... pfff, alles nur Sklaven."
"Dir ist nicht mehr zu helfen, Saruman. Doch wenn es dein Wunsch ist, reden wir über den anderen Grund. Du weißt, was ich meine."
"Der Ring der Macht wurde gefunden..."
"All die Jahre war er im Auenland direkt vor meiner Nase und ich habe ihn
nicht gesehen, weil..." Weil ich mit meinen Gedanken ständig bei dir war,
wollte Gandalf sagen.
"Weil du ständig zugekifft warst, ich weiß", setzte Saruman den Satz fort. "Die Liebe zu den Halblingen hat deinen Geist träge gemacht."
Die beiden Zauberer unterhielten sich in einem von Sarumans Gemächern innerhalb des Turmes weiter. Es war dunkel dort, überall Schatten und die schwarzen Obsidianwände des Turms.
"Sauron ist wieder zu alter Stärke gelangt. Physisch konnte er sich noch nicht etablieren, aber sein Geist ist machtvoll wie eh und je. Versteckt in seiner Festung in Mordor sieht er alles - es sei denn, er ist wieder vollends zugedröhnt. Wenn ich mir den Rauch des Schicksalsbergs angucke, würde man dem Dunklen Herrn am liebsten raten, mal ein wenig Abstand von dem Zeug zu nehmen. Das gleiche rate ich dir übrigens auch. Saurons Blick durchbohrt alles, Wolken, Schatten, Erde und Fleisch. Du weißt, wovon ich rede, Gandalf. Ein großes Auge, lidlos, umgeben von einer Flamme."
"Das Auge Saurons", flüsterte Gandalf.
"Bald wird er eine große Armee haben und sie gegen Mittelerde richten!"
"Woher willst du das alles wissen?"
"Ich habe es gesehen", antwortete Saruman und ging zu einem runden Steinpodest, auf dem etwas mit einem Tuch zugedeckt war.
"Ein Palantir ist gefährlich."
"Warum? Warum sollten wir ihn nicht benutzen?". Saruman zog das Tuch weg und hervor trat eine dunkle Kugel, ein Palantir.
"Man weiß nie, wer noch mitsieht", sagte Gandalf sauer und warf das Tuch
wieder über die Kugel. Dabei berührte er diese für einen kurzen Moment. Wieder raste ein Bild durch seinen Kopf. Es war erneut nur der Bruchteil einer Sekunde, doch der Zauberer sah es noch immer vor sich: Sauron in voller Rüstung auf einem Bett liegend und in seinen Armen Saruman, der ihn mit Weintrauben fütterte. Die beiden kicherten.
"Ich verstehe", hauchte Gandalf.
"Nun, lassen wir die alten Zeiten, du weißt nun Bescheid. Es ist später, als du denkst. Saurons Armee zieht bereits los und die Neun haben Minas Morgul verlassen. Sie haben den Isen überschritten und das Auenland erreicht. Sie werden den Ring finden und seinen Träger töten!"
"Frodo! Frodo!" rief Gandalf erschreckt.
Der Zauberer wollte den Raum durch einen der vier Eingänge verlassen, doch schloss sich vor ihm von unsichtbarer Hand das Tor. Als er es bei den anderen drei Eingängen versuchte, passierte das gleiche.
"Schließ dich Sauron an, Gandalf. Es wäre weise, mein Freund."
"Sag mir, Freund, wann hat Saruman der Weise seinen Verstand gegen den Wahnsinn eingetauscht?" zischte Gandalf.
Die beiden Zauberer gingen in Kampfstellung und schlugen sich gegenseitig die Köpfe ein, bis Saruman Gandalf seinen Zauberstab entreißen konnte. Machtlos musste letzterer es geschehen lassen, dass er im Kreis am Boden herumgewirbelt wurde.
"Ich habe dir die Möglichkeit gegeben, mir freiwillig zu helfen, aber du hast einen anderen Weg gewählt."
Saruman ließ Gandalf in die Höhe kreisen, bis er in der Dunkelheit verschwand.

(Heike)