Allgemein
Homepage | Aktuell | faq | Tolkiens Romane | Jacksons Verfilmung | Bilder | Musik | Spaß in Mittelerde | Links | Gedichte | Geschichten | Suchen in der website | Chat | Forum |
Gästebuch

Der Roman „Angmar“
Spielregeln | Romanvorgabe | Die Autoren | Eigennamen | Entwürfe (zeitlich) | Entwürfe (nach Personen) | Stand des Romans | Zeittafel

Der Untergang Númenors
Spielregeln | Romanvorgabe | Die Autoren | Eigennamen | Entwürfe (zeitlich) | Entwürfe (nach Personen) | Stand des Romans |
Zeittafel




Film-Satire

In Bree
Es war dunkle Nacht und es regnete und regnete. Frodo, Sam, Merry und Pippin schlichen aus einem Wald, überquerten eine Straße und klopften an das Stadttor von Bree, um Einlass zu erhalten.
"Mist", schrie jemand von der anderen Seite. "Jedes Mal das gleiche, wenn ich auf der Toilette sitze."
Über den Köpfen der Hobbits öffnete sich im Holztor ein kleines Guckloch.
"Wenn mich jetzt einer verarscht hat, um Klopfmännchen zu machen, dann setzt es aber was!".
Der Türwächter schloss das Guckloch und öffnete dafür ein anderes, welches auf Kopfhöhe der Hobbits lag.
"Was wollt ihr?" fragte der Mann.
Frodo antwortete: "Zum Tänzelnden Pony.
Der Wächter öffnete das Tor und ließ die Neuankömmlinge passieren. "Vier Hobbits. Was führt euch nach Bree?"
"Wir möchten im Gasthaus übernachten. Was uns hierher führt, geht niemanden etwas an."
"Erst stört ihr mich auf dem Klo und dann werdet ihr noch frech. Unverschämtes Pack."
Frodo und seine Freunde ließen den Wächter zetern und liefen durch die Straßen Brees, die voller Gesindel waren. Schließlich entdeckten sie das Gasthaus zum Tänzelnden Pony und traten ein. Es war brechendvoll und ihnen schlug eine wuchtige Pfeifenkrautwolke entgegen, die sogar einen süchtigen Hobbit umhauen konnte.
Am Tresen angekommen, wurden sie vom Gastwirt Gerstenmann Butterblume empfangen: "Falls Ihr eine Unterkunft sucht, so haben wir einige gemütliche Zimmer, Herr... äh".
"Überdosis. Mein Name ist Überdosis", vervollständigte Frodo seinen Namen, den er für die Reisen angenommen hatte. "Wir sind Freunde von Gandalf dem Grauen. Kannst du ihm Bescheid sagen, dass wir hier sind?"
"Gandalf... Gandalf... oh... ja! Ich erinnere mich. Graue, lange Haare, tiefe, blaue Augen und dieser knackige Hinte... Äh, ja, den kenne ich, aber er war monatelange nicht mehr hier." Leider...!
Frodo drehte sich zu seinen Freunden um. "Er wird schon noch kommen. Lasst uns erst mal ein bisschen Pfeifenkraut rauchen. Das beruhigt und belebt die Geister."
Die vier Hobbits setzten sich an einen der wenigen freien Tische. Merry hatte sich einen riesigen Krug bestellt.
"Was ist drin", wollte Pip wissen.
"Pfeifenkrautsaft."
"Ich hole mir auch einen Krug." Pippin stand auf und ging zum überfüllten Tresen, um den Saft zu bestellen.
Als der Wirt an ihrem Tisch vorüberging, sprach Frodo ihn leise an: "Entschuldige, aber wer ist das da hinten in der Ecke?" Der Hobbit zeigte in eine dunkle Ecke, in der allein an einem Tisch ein rauchender Mann saß, der sich seine Kapuze tief ins Gesicht gezogen hatte.
Gerstenmann rümpfte die Nase. "Das ist Streiter, einer dieser arbeitslosen Waldläufer. Wenn man ihn zur Arbeit auffordert, tritt er sofort in Streit, daher sein Name." Der Wirt entfernte sich wieder von Frodo. "Elendes Waldläufer-Sozialschmarotzer-Gesindel", murmelte er vor sich hin.
"Streiter", flüsterte Frodo, während er an seinem Ring herumspielte. Als er den Namen Beutlin hörte, schreckte er auf und blickte zum Tresen, wo Pippin fröhlich mit den Gästen redete: "Beutlin? Sicher kenne ich einen Beutlin. Dort sitzt einer. Frodo Beutlin. Er ist zweiter Cousin von..."
Frodo sprang auf. "Das Pfeifenkraut hat doch sein Gehirn vernebelt. Kiffen, kiffen, nichts als kiffen, das ist doch alles, was dieser Nichtsnutz kann", murmelte er vor sich hin, während er zu Pippin lief. Doch Frodo rutschte aus und fiel so unglücklich, dass der Ring, der ihm aus der Hand gefallen war und in die Luft geschleudert wurde, sich genau auf seinen Zeigefinger stülpte.
YIPPIEH, schrie der Ring, den keiner hörte, FAST SO SCHÖN WIE ACHTERBAHN.
Frodo wurde unsichtbar und entsetzte damit die Gäste um ihn herum. Er hörte eine Stimme, Saurons Stimme, und er sah auch dessen Auge, im Hintergrund eine riesige Feuerwand. Der Hobbit nahm den Ring von seiner Hand und kehrte in die Realität zurück. Er bemerkte, wie sich eine Hand, Streiters Hand, auf seine Schulter legte und ihn in ein Zimmer drängte.
"Ihr zieht zu viel Aufmerksamkeit auf euch, Herr Überdosis."
"Was willst du von mir? Du hast wohl zu viel geraucht."
"Soviel wie möglich und viel mehr als nötig. Doch das ist nicht unser Thema. Du solltest besser auf dein Schmuckstück aufpassen."
"Ich trage kein Schmuckstück."
"Ich kann es vermeiden gesehen zu werden. Aber einfach zu verschwinden, dass ist eine seltene Gabe."
"Wer bist du?" fragte Frodo. "Ich habe alle meine Pfeifenkrautrechnungen bezahlt. Ich schulde niemanden etwas."
Die Tür öffnete sich und Sam, Merry und Pip stürmten mit erhobenen Schwerterchen herein. "Lass ihn gehen", schrie Sam.
"Das Pfeifenkraut hat anscheinend nicht nur mein Hirn vernebelt", sagte Streiter und wandte sich wieder Frodo zu. "Du kannst nicht länger auf den Zauberer warten, Frodo. Sie kommen."
Der Torwächter von Bree saß gerade gemütlich auf der Toilette und machte Kreuzworträtsel, als er draußen etwas hörte. Er schmiss sein Rätselheft wütend auf den Boden und schrie: "Jetzt reicht´s aber, ich kündige."
Die Schwarzen Reiter, die der Wächter kommen gehört hatte, ließen sich von dem geschlossenen Tor jedoch nicht abhalten und galoppierten es mit ihren Pferden nieder. Als sie am Wachhause vorbeikamen, hielt sich Reiter Nr. 4 die Nase zu und stöhnte: "Bahh, stinkt das. Können die nicht ihre Klotür verriegeln?"
Schnell fanden sie das Zimmer, in welchem sie die Hobbits vermuteten. Jeder Reiter nahm sich eines der vier Betten vor und erhob das Schwert zum Schlag. Mit voller Wucht ließen sie ihre Waffen auf die Betten nieder krachen und stießen immer und immer wieder zu, bis sie entdeckten, dass die Betten leer waren und man sie hintergangen hatte. Reiter Nr. 2 setzte sich auf den Boden und begann zu heulen.
"Nicht doch", tröstete ihn Reiter Nr. 1. "Wir kriegen sie schon."
"Meine Mutter hat immer gesagt, ´Nr. 2´, hat sie gesagt, ´mach eine anständige Ausbildung zum Koch oder Postboten und tritt nicht in die Fußstapfen deines Vaters´. Und was mache ich Trottel? Ich beerbe meinen Vater. Die Welt ist nicht fair."
Die vier Hobbits und Streiter hatten den Angriff der Schwarzen Reiter von einem anderen Gebäude aus verfolgt.
"Wer sind sie?" wollte Frodo wissen.
"Einst waren sie normale Männer. Große Könige der Menschen. Dann verführte Sauron sie, indem er ihnen die neun Ringe des Pfeifenkrauts gab. Blind in ihrer Sucht nahmen sie diese an, und nacheinander wurden sie so süchtig, dass sie nur noch überleben konnten, wenn sie von Sauron Extrarationen Pfeifenkraut erhielten. Nun sind sie Sklaven seines Willens. Sie sind die Nazgûl. Krautgeister. Weder clean noch trocken. Pfeifenkrautsaftsüchtig sind sie nämlich auch noch. Sie spüren die Gegenwart des Einen Rings - immer. Sie werden niemals aufhören dich zu jagen, Frodo."

(Heike)