Allgemein
Homepage | Aktuell | faq | Tolkiens Romane | Jacksons Verfilmung | Bilder | Musik | Spaß in Mittelerde | Links | Gedichte | Geschichten | Suchen in der website | Chat | Forum |
Gästebuch

Der Roman „Angmar“
Spielregeln | Romanvorgabe | Die Autoren | Eigennamen | Entwürfe (zeitlich) | Entwürfe (nach Personen) | Stand des Romans | Zeittafel

Der Untergang Númenors
Spielregeln | Romanvorgabe | Die Autoren | Eigennamen | Entwürfe (zeitlich) | Entwürfe (nach Personen) | Stand des Romans |
Zeittafel




Film-Satire

In Elronds Haus
Frodo wachte in einem riesigen Bett auf. "Wo bin ich?" fragte er, während er sich das Zimmer anguckte. Die Wände waren rosa, die Bettwäsche ebenfalls, und die Möbelstücke aus Holz waren mit Decken, Teppichen und ähnlichen Ornamenten der gleichen Farbe geschmückt. "Hier scheint jemand die Farbe rosa zu mögen", sagte der Hobbit grinsend.
"Du bist in Elronds Haus", antwortete ihm eine Stimme.
"Gandalf!"
"Ja, ich bin´s. Du hattest Glück. Ein paar Stunden später und du wärst in die Welt der Geister übergetreten."
"Wo warst du, wir haben in Bree auf dich gewartet."
"Nun ja, ich war verhindert."
"Aha. Das heißt also, dass du und Saruman wieder Streit gehabt habt, stimmt´s?"
Der Zauberer zögerte.
"Was ist, Gandalf?"
"Ja, du hast recht. Saruman und ich haben uns endgültig getrennt..."
Plötzlich kam Sam ins Zimmer gerannt und stürmte Frodo in die Arme. "Dem Himmel sei Dank, dass du endlich erwacht und wieder gesund bist, Frodo."
Hinter Sam tauchte ein Elbe aus, der ein rosafarbenes Hemd und einen Teil seiner langen Haaren zu Zöpfen zusammengebunden trug. Das ist also Elrond, dachte Frodo.
"Willkommen in Bruchtal, Frodo Beutlin", grüßte er den Hobbit und lächelte ihn dabei ein, daß Frodo errötete.


Später spazierten Frodo und Sam durch Bruchtal. Als ersterer Merry und Pippin wiedersah, war die Freude groß. Während sich die Freunde umarmten, entdeckte Frodo im Hintergrund Bilbo, der auf einem Stein saß. Seine Haare waren nun weiß und er stützte sich gebeugt auf einem Stock. Die beiden grüßten sich überschwänglich und setzten sich dann alleine an eine ruhige Stelle. Bilbo zeigte seinem Neffen ein Buch, der es entgegennahm und durchblätterte.
"Die Geschichte des Pfeifenkrauts, von Bilbo Beutlin. Das hört sich wundervoll an", sagte Frodo lachend.
"Ich hätte so gerne noch andere Orte Mittelerdes besucht, um beschreiben zu können, wir dort das Pfeifenkraut kultiviert und verehrt wird. Doch scheinbar hat mich das Alter endlich erwischt, ohne den Ring... Na ja, was
soll´s. Hauptsache mein Buch kommt in den Handel und die Kasse wird klingeln und ich werde mir die besten Sorten Mittelerdes hier nach Bruchtal bringen lassen."
"Eine schöne Idee", pflichtete Frodo seinem Onkel bei. "Doch wird Elrond dies wohl nicht erlauben. Die Elben mögen es nicht. Niemand versteht es oder könnte es nachvollziehen, doch sie mögen es nicht."


Frodo ließ Bilbo bald wieder alleine und traf auf Sam, der fleißig die Rücksäcke der vier Hobbits für die Rückkehr ins Auenland packte.
"Du packst schon?"
"Nein, ich bereite nur alles vor. Unser Pfeifenkrautvorrat wird knapp. Na ja, und der Ring ist jetzt hier und unser Auftrag erledigt. Das Auenland erwartet uns."
"Ich dachte, du wolltest Elben sehen, Sam."
"Ja, wollte ich."
"Mehr als alles andere."
"Ja, aber unser Auftrag ist doch erledigt, oder nicht?"
"Du hast recht, Sam. Der Ring ist in Bruchtal sicher. Ich bin bereit, nach
Hause zurückzukehren."


Gandalf irrte durch die Räume und Säle von Elronds Haus, da er unbedingt mit dem Halbelben sprechen musste. Elrond lag währenddessen in einem großen Bett in seinem Gemach - neben ihm Glorfindel. Während ersterer noch ein rosafarbenes Hemd und Strapse an den Beinen trug, war letzterer bis auf einen BH gänzlich nackt.
"Wir müssen vorsichtig sein, Glorfindel. Halb Bruchtal munkelt schon über
unser Verhältnis."
"Die können doch gar nichts wissen, sind doch alle nur neidisch. Und auf Männer stehen wir doch alle, wir, die männlichen Elben, und auch die weiblichen Elben. Die armen Frauen, was?" Glorfindel grinste.
"Ja, kann sein, aber ich bin doch der Herr von Bruchtal. Bin ich nicht der weiseste, beste und stärkste unter euch?"
"Oh ja, das kann ich nur bestätigen". Glorfindel grinste erneut. "Wie wäre
es, wenn..."
"Mach die Tür aus, Elrond. Ich bin es, Gandalf!"
Glorfindel sprang vom Bett auf und stellte sich vor Elrond, der sich ebenfalls erhob, um sich dann ordentlich auf dem Bett hinzusetzen. Hektisch fuchtelte er an den Knöpfen seines rosafarbenes Hemdes herum und verhedderte sich dabei mit seinen langen Haaren, die er offen trug, in einem der Strapse.
"Mist!" schrie er.
"Was hast du gesagt, Elrond?" rief Gandalf zurück. "Mach schon die Tür auf, wir müssen unbedingt reden."
"Was will der denn von dir, Ron? Wieder alte Erinnerungen aufwärmen, was? Ich wusste doch, dass du es auch mit Menschen treibst."
"Manno, Orfi, hilf mir lieber mit meinen Haaren aus den Scheißstrapsen. Ich habe dir schon tausend mal gesagt, dass ich nie etwas mit einem Menschen anfangen würde. Außerdem ist Gandalf noch nicht einmal menschlich."
"Aber er sieht wie ein Mensch aus, das reicht doch."
"Ich bin der Herr von Bruchtal, ich kann jeden haben. Und da dem so ist, bediene ich mich nur am besten vom besten, und das sind doch wir Elben, nicht wahr? Wir sind die schlauesten und schönsten von allen, oder nicht?"
Glorfindel stand noch immer einen Meter vor Elrond und tastete an seinem BH herum, der verrutscht war. "Ja, ja, natürlich sind wir das, logisch, Ron."
"Elrond, du hast noch drei Sekunden, dann komme ich herein. Ich kann zaubern, ich kriege jede Tür auf, sogar die von Moria."
"Na bitte, Orfi", antwortete Elrond, ohne auf Gandalfs Worte zu achten. Sollte der alte Knacker nur angeben. "Und jetzt hilf mir endlich mit den Scheißstrapsen."
Vor Wut vollkommen außer sich zerrte Elrond noch heftiger als bisher an seinen eingeklemmten Haaren herum - bis er mit den Händen abrutschte, einmal aufschrie, weil ein Schmerz durch seine Haarwurzeln zuckte, und auf allen Vieren vor dem noch immer nackten Glorfindel hinfiel.
Gandalf stand in der offenen Tür.
"Ich kann alles erklären, Gandalf."
Der Zauberer lachte. "Das brauchst du nicht, die gleichen Spielchen habe ich mit Saruman auch immer gemacht."
Elrond stand auf, warf Glorfindel eine Decke zu und gebot ihm zu gehen. Der Elb schaute nur grimmig, denn ganz konnte er nicht glauben, dass er nicht an Gandalf Interesse hatte, doch er zog sich zurück. Elrond zog sich schnell ein Gewand über, damit man seine Strapse nicht mehr sehen konnte und knöpfte weiter an seinem Hemd herum. Wenigstens sind meine dämlichen Haare nicht mehr eingeklemmt, dachte er.
"Es berührt mich zutiefst, dass du mich in einer solchen Situation erleben musst, Gandalf. Ich sehe furchtbar aus. Die Haare müssen gewaschen und
geflochten werden, ich finde mein Diadem nicht mehr, meine Gewänder sind total zerknittert. Alles ist furchtbar!"
"Na, dann habe ich noch eine Überraschung für dich, Elrond. Wir müssen reden."
"Nun, ich habe es auch beim ersten Mal verstanden, also sprich..."


"Der Hobbit hat eine außergewöhnliche Stärke bewiesen. Er wird wieder gesund werden", erklärte Elrond.
"Diese Wunde wird niemals ganz verheilen. Wir haben ihm eine Bürde aufgetragen, die er nie hätte haben dürfen."
"Gandalf, laß diese Mitleidsbekundungen. Ich meine, Frodo hat nur einen lächerlichen Ring getragen. Ich hingegen habe mir meine Haare in diesen dämlichen Strapsen zerstört."
"Strapsen?"
Elrond errötete. Er hatte ganz vergessen, dass Gandalf die Szene zwischen ihm und Glorfindel ja ganz anders aufgefasst und von dem Problem mit den Haaren in den Strapsen nichts mitbekommen hatte.
"Äh, lassen wir das. Gandalf, der Feind bewegt sich. Saurons Truppen sammeln sich im Osten und seine Auge liegt auf Bruchtal. Und Saruman, sagst du - seid ihr eigentlich noch zusammen? - hat uns verraten. Unsere Anhängerliste wird immer kleiner."
"Sein Verrat ist tiefer als du denkst. Saruman hat Orcs mit Goblins gekreuzt. Er züchtet sich in Isengard eine eigene Armee heran, dieser Bastard." Gandalf blickte zu Boden. "Und die besten von ihnen hüpfen durch sein Bett", fügte der Zauberer leise hinzu.
"Ich habt euch also getrennt - mal wieder. Das wievielte Mal ist es nun?"
"Elrond, ich mache keine Witze und ich bitte dich, dies auch zu unterlassen. Es ist endgültig aus zwischen uns beiden, kapiert? Und dennoch vermisse ich diesen Widerling..."
"War ja nicht so gemeint."
"Saruman will den Ring!" fuhr Gandalf fort.
"Das Böse kann nicht durch die Elben besiegt werden. Wir sind nicht stark
genug, um Mordor UND Isengard zu bekämpfen. Der Ring kann nicht hier bleiben. Außerdem befürchte ich, dass die Elben Geschmack am Pfeifenkraut finden könnten, wenn der Ring hier bliebe."


Der Zauberer und der Elb standen an einem Fenster und blickten nach draußen. In kurzen Abständen erreichten Menschen, Elben und Zwerge Bruchtal.
"Sieh dir den einen an", sagte Elrond. "Fettige, kurze Haare... widerlich. Ich glaube, er heißt Boromir. Der da hinten entgegen entspricht ganz meinem Geschmack. Lange, blonde Haare. Er ist jung, noch keine 3000 Jahre alt. Und vor allem ist er ein Elb. Legolas heißt er... Nun ja, lassen wir das. Sie gehören den Völkern Mittelerdes an und sie werden entscheiden, was mit dem Ring unternommen werden soll. Die Zeit der Elben ist vorbei, sie verlassen nach und nach Mittelerde..." Um endlich unsere Ruhe zu haben. Himmel, wie wird das wunderbar, wenn wir uns am gegenseitigen Ufer des Meeres alle wiedertreffen werden, alle Elbenvölker Mittelerdes. Und nicht eine einzige Nacht mehr werde ich alleine in meinem Bett verbringen...
"Tja, an wen wirst du dich wenden, Gandalf, wenn wir gegangen sind? An die Zwerge? Sie verstecken sich in den Bergen und häufen ihre Reichtümer weiter an. Sie interessieren sich nicht für die Schwierigkeiten anderer."
"Aber ihr Elben, oder was? Würde es euch interessieren, würdet ihr Mittelerde nicht verlassen. Wir werden unser Vertrauen den Menschen geben."
"Ts, ausgerechnet den Menschen? Gandalf, sie laufen ungepflegt herum, haben keine spitzen Ohren, an denen man herumknabbern könnte und so weiter. Na ja, zugegebenermaßen waren Strapse und BHs ihre Erfindungen, aber ansonsten sind sie schwach. Die Rasse der Menschen versagt. Ihr Stolz und ihre Würde sind vergessen. Nur den Menschen verdanken wir, dass der Ring nicht schon lange zerstört wurde. Ich war dort, Gandalf, vor 3000 Jahren. Es ist nur den Menschen zu verdanken, daß der Ring noch existiert. Ich war dort an dem Tag, an dem die Stärke der Menschen versagte. Ich führte Isildur in das Herz des Schicksalsbergs. Ich hatte nicht wirklich Interesse, den Ring zu zerstören. Das heißt, natürlich wollte ich es schon, aber wichtiger war, dass ich ungestört mit Isildur sein wollte. Er hatte einen ziemlich knackigen Hintern, weißt du? Ich bat ihn freundlich, den Ring ins Feuer des Bergs zu werfen, doch er tat es nicht. Als ich lauter wurde, grinste er nur frech und haute ab. Da dachte ich mir, wenn er mich nicht haben will, so sollen die Menschen wenigstens den Ring bekommen, um daran zugrunde zu gehen. Es hätte an diesem Tag alles zu Ende sein können, aber das Böse überlebte wegen den Menschen. Isildur nahm den Ring, die Reihe der Könige brach ab. Es gibt in der Welt der Menschen keine Stärke mehr. Sie sind zerstreut, zerstritten und ohne Führer. Und ihre Haare sehen furchtbar aus."
"Es gibt einen, der sie vereinen könnte", gab Gandalf zu bedenken. Einer,
der den Thron von Gondor verlangen könnte."
"Er hat den Pfad vor langer Zeit verlassen und sich für das Exil entschieden."

(Heike)