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Der Roman „Angmar“
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Der Untergang Númenors
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Zeittafel




Film-Satire

Elronds Rat
Boromir wanderte in Bruchtal umher und kam in einen Säulenraum, an dessen Wänden Szenen vom letzten Kampf mit Sauron dargestellt waren und in dessen Mitte eine Statue stand. Er ging zu der Figur hin und blickte auf die steinerne Platte, die sie darreichte.
"Mein Gott", sagte der Krieger. "Ich dachte, hier läge Narsil, doch was sehe ich: Elronds Strapse..."
Boromir nahm den feinen Seidenstoff in die Hand und rieb ihn sanft in seinen Händen hin und her. Unbemerkt kam er an einen der Verschlüsse und schnitt sich daran leicht den Finger auf. Ein Blutstropfen quoll hervor.
"Immer noch scharf", stöhnte Boromir leise. "Oh ja, ja, ja..."
In seinem Augenwinkel sah er plötzlich Aragorn.
"Pah, nur ein billiger Straps!" sprach der Mann aus Minas Tirith und legte den Stoff wieder auf die Steinplatte der Statue. Während er seine Hose wieder zurechtrückte, fiel der Straps herunter. Doch Boromir achtete nicht darauf und ging weiter.
"Kannst du den Straps nicht aufheben?" fragte Aragorn ärgerlich.
Boromir drehte sich um. "Weißt du, ich hab da was am Rücken vom vielen
Gänseblümchen pflücken."
Als der Krieger den Raum verließ, hob Aragorn den Stoff vom Boden auf und legte ihn vorsichtig auf die steinerne Platte.
Arwen war lautlos in den Raum gekommen.
"Warum fürchtest du die Vergangenheit? Du bist Isildurs Erbe, nicht Isildur selbst. Er war nun einmal sehr heiß im Bett... *hüstel*".
Aragorn ließ den Straps los und drehte sich um zu Arwen. "Das gleiche Blut fließt durch meinen Adern. Die gleiche Schwäche. Jetzt klappt alles toll zwischen uns, aber was ist, wenn ich auch impotent werde, wie Isildur
damals - ohne Vorwarnung?"
"Du wirst dem Bösen begegnen und es besiegen."


Aragorn und Arwen gingen Hand in Hand nach draußen. Es war dunkel und der Mond schien auf sie hinab.
"Erinnerst du dich, als wir uns das erste Mal trafen?" fragte Arwen. "Ich dachte, ich wäre in einem Traum."
"Lange Jahre sind vergangen. Du hast nie die Bürde getragen, die du jetzt
trägst. Weißt du noch, was ich dir erzählt habe?"
"Du hast gesagt, dass du dich an mich binden und dem unsterblichen Leben der Elben entsagen würdest. Doch das war, bevor ich Potenzprobleme bekam."
"Und ich werde mich daran halten. Ich möchte lieber noch einmal heißen Sex mit dir haben als alle Zeitalter dieser Welt alleine zu... ähm... du weißt schon. Ich habe ein sterbliches Leben gewählt." Arwen reichte Aragorn eine Kette, das Symbol ihrer Unsterblichkeit.
Aragorn nahm den Schmuck ehrfürchtig entgegen. "Meine Haselnussmaus, du kannst es mir nicht geben."
"Es gehört mir und ich kann es geben, wem ich möchte. Genau wie mein Herz."
Aragorn küßte Arwen zärtlich und in diesem Moment der höchsten Glückseligkeit vergaß er die Probleme, die ihn bald einholen würden - spätestens in Helms Klamm, wenn sie nach getrennter Zeit wieder zusammen in einem Bett liegen würden...


Am nächsten Tag wachte Elrond erst auf, als die Sonne schon schien. Er sprang aus dem Bett, zog seine Strapse aus und statt dessen ein wertvolles Gewand über.
"Was ist denn?" murmelte Glorfindel, der neben Elrond gelegen hatte.
"Ich bin viel zu spät dran, Tiger. Die Sonne scheint schon, Zwergen, Elben
und Menschen warten schon auf unserer Terrasse."
"Ach, du sprichst von dieser albernen Versammlung..."
"Nicht albern. Ich habe sie übrigens Elronds Rat getauft, gut was?"
"Klasse, Ron. So bemerken die anderen auch, wer hier der Herr im Haus ist."
"Mmh, ich muss noch irgendetwas finden, was meine große, elbenartige Schönheit unterstreicht."
"Nimm dein silbernes Diadem, mit dem siehst du absolut scharf aus."
"Eine gute Idee, damit gefalle ich mir auch unglaublich gut."
Elrond rannte zu einigen Schränken und wühlte in ihnen herum, bis er endlich das Diadem gefunden hatte. Er setzt es auf und lief dann noch einmal zu seinem Bett, ging vor Glorfindel, der sich noch immer im Bettzeug herumräkelte, in die Hocke und küsste diesen sanft. Danach rannte er so schnell er konnte zum Versammlungsort.


Dort angekommen, war Elrond völlig abgehetzt. Alle geladenen Elben, Zwerge und Menschen waren anwesend, auch Frodo und Gandalf. Sie saßen alle in einem Kreis, in der Mitte von ihnen stand ein kleiner tischartiger Baumstamm.
"Sorry, mein Freunde. Glorfindel und ich waren heute Nacht so sehr... äch... ich hatte ja eine kleine Eingangsrede vorbereitet." Elrond räusperte sich und hob seine Stimme: "Fremde aus fernen Ländern. Ihr seid hier zusammengekommen, um eine Antwort auf die Bedrohung durch Mordor zu finden. Mittelerde steht am Rande seiner Zerstörung. Niemand kann ihr entgehen. Ihr müsst euch vereinen oder ihr werdet fallen. Jede Rasse ist in diesem Schicksal mit eingebunden. Bring den Ring vor, Frodo."
Frodo erhob sich von seinem Stuhl und lief vorsichtig zu dem Tisch, um den Ring dort abzulegen.
"Dann ist es also wahr", sagte Boromir. "Der Ring ist ein Geschenk. Warum benutzen wir ihn nicht? Lange Zeit hat mein Vater, der Truchsess von Gondor, den Angriffen Mordors standgehalten durch das Blut unseres Volkes. Gebt Gondor den Ring, lasst ihn uns gegen Sauron benutzen!"
Aragorn stand auf. "Du spinnst doch. Man stelle sich nur vor, dass du den Ring genauso pflegst wie deine Haare... widerlich. Und ist es nicht so, dass Minas Tirith das Mittelerdes Produktionszentrum für Pfeifenkraut ist? Habt ihr immer noch nicht genug von dem Zeug, dass ihr den Ring braucht, um an noch mehr zu gelangen? Und habt ihr es noch immer nicht begriffen, dass der Ring nur Sauron allein gehorcht? Er hat keinen anderen Meister."
"Woher weiß ein Waldläufer von solchen Dingen?"
Nun sprang Legolas ebenfalls auf. Elrond lächelte, als er sah, wie die langen, blonden Haare des Elben durch die Luft wirbelten, als er sah, welch schöne Ohren er hatte, als er sah, wie jung er noch wirkte, als er sah, wie sexy er war...
"Das ist nicht irgendein Waldläufer", rief Legolas. "Es ist Aragorn, Arathorns Sohn. Du mußt ihm deine Loyalität erweisen."
Boromir guckte grimmig. "Aragorn? Er ist Isildurs Erbe?"
"Und Erbe des Thrones von Gondor", fügte Legolas hinzu.
"Ha, vo denn dat, Legolas." (Übersetzung des Elbischen: Setz dich, Legolas)
"Gondor hat keinen König, Gondor braucht keinen König", fügte Boromir hinzu.
"Aragorn hat recht. Wir können ihn nicht benutzen", mischte sich nun auch
Gandalf ein.
Elrond stand auf. "Aber meine Lieben, wer wird denn streiten wollen? Ihr habt nur eine Möglichkeit, der Ring muß zerstört werden."
Der Zwerg Gimli, Gloins Sohn, erhob sich von seinem Stuhl und zog seine
schwere Axt hervor. "Worauf warten wir?" Mit einem wuchtigen Schlag ließ er seine Waffe auf den Ring hinabsausen.
Wow, wie männlich, dachte Legolas.
Doch der Ring blieb unzerstört. DA STAUNT IHR, WAS JUNGS? schrie der Eine, doch er war noch zu klein, als dass ihn jemand gehört hätte. Statt dessen war die Axt in kleine Einzelteile zerbrochen und Gimli lag - von der Wucht weggerissen - auf dem Boden. Bevor jemand anders ihm helfen konnte, stürzte Legolas hervor, um ihn zu stützen.
Elrond schüttelte den Kopf. "Kinders, der Ring kann von gewöhnlichen Waffen nicht zerstört werden. Er wurde im Feuer des Schicksalsberg geschmiedet und nur dort kann er auch wieder zerstört werden. Der Ring muss tief nach Mordor hinein gebracht und in den feurigen Abgrund, aus dem er gekommen ist, geworfen werden. Einer von euch muss es tun. Ich mache nämlich bald Urlaub jenseits von Mittelerde und habe leider keine Zeit."
"Man kann nicht einfach nach Mordor latschen und sagen `Oh, hallo, Herr Sauron. Ich habe hier ihren Ring und werfe ihn jetzt ins Feuer, ja?`", gab Boromir zu bedenken.
"Hast du nicht gehört, was Herr Elrond gesagt hat?" fragte Legolas. "Der Ring MUSS zerstört werden."
Elrond lächelte erneut. Oh, jetzt nennt er mich schon einen Herrn. Das gefällt mir.
"Und ich nehme an, du wirst die Aufgabe übernehmen!" sagte Gimli an Legolas gerichtet.
"Ach, und wenn wir fehlschlagen? Was passiert, wenn Sauron sich zurücknimmt, was ihm gehört?"
"Eher sterbe ich, bevor ich den Ring in den Händen eines Elben sehe", grunzte Gimli.
Plötzlich entstand ein großes Chaos. Alle Versammlungsteilnehmer waren
aufgestanden und beschimpften sich gegenseitig. Niemand hörte dem anderen zu, jeder teilte nur seine eigene Gedanken mit.
HE, HE, DAS GEFÄLLT MIR, dachte der Ring. MMH, ODER VIELLEICHT DOCH NICHT, ES ACHTET JA NIEMAND MEHR AUF MICH. HEY; HALLO LEUTE; ICH BIN AUCH NOCH DA!!!
Frodo, der bei all dem Durcheinander sitzen geblieben war, erhob sich nun
und ging zu dem Tisch und meinte: "Ich werde ihn nehmen. Ich werde den Ring nehmen und nach Mordor bringen, obwohl... obwohl ich nicht den Weg kenne."
Gandalf drehte sich mit traurigem Gesicht um zu dem Hobbit. Alle, nur nicht Frodo. Jetzt würde er endgültig in den Suff des Pfeifenkrauts gezogen werden...
"Ich werde dir helfen, diese Bürde zu tragen, Frodo Beutlin", sagte der Zauberer.
"Bei meinem Leben oder Tod, wenn ich dich beschützen kann, werde ich es tun", bekannte Aragorn, der sich vor Frodo niederkniete.
"Und du hast meinen Bogen", sprach Legolas.
"Und meine Axt... sofern mir die Elben gleich eben eine neue schmieden",
hoffte Gimli.
Boromir rümpfte die Nase. "Du trägst nun unser aller Schicksal, Kleiner. Wenn das der Wunsch der Versammlung ist, wird Gondor ihn unterstützen."


Plötzlich sprang Sam mitten in den Kreis. "Hey, Herr Frodo wird nirgendwo
ohne mich hingehen."
"Nicht wieder das kleine Ding", flüsterte Elrond.
Und kaum hatte er es ausgesprochen, standen auch Merry und Pippin vor ihnen.
"Haha, seht mal", sagte Pippin, während er etwas in der Hand hochhielt. "Wir haben in Elronds Schlafzimmer Strapse gefunden."
"Okay, ich erkläre die Versammlung hiermit für beendet", sprach Elrond. "Sam, Merry und Pippin begleiten dich, Frodo. Dann habe ich endlich wieder meine Ruhe."
Und so zogen die Gefährten am kommenden Tag von dannen. Elrond atmete einmal tief durch und rannte dann zu Glorfindel, der schon in seinem Schlafzimmer wartete...

(Heike)