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Der Roman „Angmar“
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Der Untergang Númenors
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Ishars Geschichte

Der einsame Wolf, der jahrelang von den Kriegspriestern des Hexenkönigs zu einem tödlichen Kämpfer gestählt wurde, nennt sich auf seinen Wanderungen Ishar. In Angmar wurde er von den Orks und Angmarim Shara-Sard genannt, der Schwertmensch, was auf seine Meisterschaft mit dieser Waffe zurückgeht. In seiner Jugend aber war sein Name Daurlomie, vor vielen Jahren, als er noch der Sohn eines der stolzesten Edelmänner in Cardolan war. Der Ruhm seines Vaters im Krieg war groß und die Ländereien seines Geschlechtes wuchsen beständig. Wann immer ein Kampf gegen den nördlichen Rivalen Arthedain bevorstand zogen die Krieger derer von Ondra unter dem Banner des Herzogtums Girthlin als erste in die Schlacht. Tirakhor von Ondra fand sich nur unwillig mit dem bereits mehrere Jahre andauernden, doch unbeliebten Bündnis mit Arthedain ab, dass der König aus Furcht vor den heranstürmenden Heerscharen Angmars geschlossen hatte. Und er war nicht allein. Der Kriegsadel der Westgrenzen Cardolans verlangte nach neuem Ruhm und neuer Beute, die er wie wie seit jeher im Kampf gegen den Rivalen im Nordwesten zu erringen hoffte. Und so kam es zur Verschwörung, die im Überfall auf die Grenzfestungen Arthedains gipfelte und die beiden Schwesterreiche der Dúnedain an den Rand des Krieges brachte. Doch der Herrscher von Cardolan hielt sein Wort und bewies seine Macht: In schnellen Schlägen wurden die Burgen der Aufrührer erstürmt und niedergebrannt, die Überlebenden die fliehen konnten zu Verbannten und Reichsfeinden erklärt. Das letzte was Daurlomie von seinem Vater sah war ein erbitterter Kampf auf den Zinnen des Hauptturms gegen die Übermacht der Angreifer, bis er von einem Pfeil durchbohrt zusammenbrach. Der erst 14-jährige Fürstensohn hatte ohne zu zögern ein Schwert ergriffen um an der Seite seines Vaters kämpfend zu sterben. Doch ein Soldat stieß ihn mit dem Schild vom Turm herunter. Tief stürzte er - doch er starb nicht. Die schäumenden Fluten des Baranduin trugen ihn weit fort von der in Flammen stehenden Burg und spülten ihn schließlich an einer einsamen Waldböschung an Land. Der Verbannte schwor den Herrschern Cardolans ewige Rache und bewies erneut Kampfgeist, als er sich durch die Wildnis bis nach Bree durchschlug und sich in diesem Handelsort an der großen Kreuzung einer Gruppe von Reisenden anschloss. Diese Schmuggler nahmen ihn bis Rhudaur mit wo sich einer von ihnen als Spion im Dienste Angmars zu erkennen gab. Er erkannte in dem jungen hasserfüllten Fürstensohn sofort einen Geist aus Stahl,aus dem sich eine scharfe Waffe für Angmar schmieden ließ.
Jahre vergingen, und in den gewaltigen Kriegsschulen Carn Dûms wurden neue Soldaten für die Armeen des Nordimperiums ausgebildet und in dem Kampf geschickt. Ishar fiel den Kampflehrern ins Auge als er sich mit verbissener Härte gegen sich selbst auf den Tag der Rache vorbereitete. Ein Kriegspriester des Hexenkönigs nahm ihn unter die Novizen seines Tempels auf. Nun begann seine Ausbildung erst richtig: Im felsigen Tal von Nan Angmar, in den kalten, schneebedeckten Hochebenen, im Nebelgebirge auf Kriegszug mit den Orkstämmen, auf Plünderungen im Norden Rhudaurs und sogar in den nördlichen Anduintälern des gewaltigen Imperiums von Angmar lernte er Krieg zu führen. Schnell sammelte er eine kleine, schlagkräftige Gefolgschaft von Kriegern um sich, ideal um in der Wildnis zuzuschlagen und dem Gegenangriff mit Leichtigkeit auszuweichen. Seine Glieder wurden hart und sehnig, gestählt von den langen Jahren in Einöden und auf Schlachtfeldern, sein Gang war lautlos und seine Ohren hatten gelernt jedes Geschöpf in den Wäldern an der Stimme zu erkennen. Seine Augen sahen weit und wurden selbst von den Jagd erfahrensten Orks nur in der Dunkelheit übertroffen, beim Töten war er schnell und lautlos wenn es darauf ankam, doch lehrten ihn seine Herren auch die Sprachen vieler Völker, so dass er sich in den Siedlungen unerkannt unter sie mischen konnte.
Hoch gewachsen und athletisch, doch schlank und geschmeidig im Gang, mit 38 Jahren noch ein junger Mann für einen Dúnadan, aber schon zu voller Kraft und Härte gereift bot er eine beeindruckende Erscheinung. Lange, dichte,schwarze Haare umflossen seinen Kopf, aus dessen wettergegerbten Gesicht wintergraue Augen hervorblitzten.
Ishar gehört zu jenen Männern denen sich andere leicht unterordnen und die den unbändigen Drang verspüren die Führung zu übernehmen, selbst in gefährlichen und aussichtslosen Situationen. Im Kampf immer den Feind suchend, niemals andere vorschickend, errang er schnell die Bewunderung seiner Gefolgsleute und die Anerkennung seiner Herren. Doch immer von den Racheträumen seiner Jugend und vom Hass getrieben, unwillig andere neben sich statt unter oder über sich zu akzeptieren blieb er auch als Anführer seiner Krieger stets der einsame Wolf der ihm zur wahren Natur wurde. Er hat die schlichte Erhabenheit der Kampfschulen den von Speichelleckern bevölkerten Palästen Carn Dûms vorzuziehen gelernt. Die endlosen Weiten der Wildnis von Rhovanion und Eriador sind seine zweite Heimat, und an den Lagerfeuern der Orks saß er schon fast so häufig wie in den Methallen der Nordmänner und den Marktorten der Hügelmenschen. Er hat gelernt schnell auf seine jeweiligen Gesprächspartner einzugehen und sich ihr er Stimmung und Verhaltensweise anzupassen. Außerdem spricht er sowohl das Westron als auch Orkisch und Eotheod, die Sprache der Nordmenschen, flüssig. Dass erwies sich schon häufig als nützlich um Truppen zu rekrutieren und neue Verbündete zu gewinnen, oder auch Siedlungen des Feindes auszukundschaften. Selbst vom Sindarin der Elben, welches man ihn in seiner Jugend unter den Dúnedain lehrte, sind noch Bruchstücke vorhanden, obwohl er dieses im Gegensatz zur Schwarzen Sprache in Carn Dûm viele Jahre nicht mehr verwandte.
Ishar ist ein asketischer Krieger, Anführer und Waldläufer, stets auf der Hut, in allen Listen und Täuschungsmanövern bewandert, fähig jederzeit die Maske eines Fremden anzunehmen um den Gegner in die Irre zu führen, vertragstreu und tapfer gegenüber Verbündeten, unbarmherzig und brutal gegenüber Feinden die er jagt, bis er sie zur Strecke gebracht hat. Seine Lehrer und Herren verehrt er und ist ihnen gegenüber loyal bis zum Tod, bereit jeden Befehl auszuführen. Menschen die weder Krieger noch Waldläufer sind sieht er als Jagdbeute an und verachtet sie insgeheim. Elben und Zwerge respektiert er als Gegner, was ihn nicht daran hindert sie bei jeder sich bietenden Gelegenheit zu Tode zu hetzen. Orks hält er zwar für dumm aber auch für fähige Krieger und versteht sich besser mit ihnen als die meisten Menschen. Die Angmarim respektieren und bewundern seine Fähigkeiten und seinen Kriegsrang, alle Novizen der Kriegstempel, zu denen auch er gehört, kennen sich aus ihren Lehrjahren und fühlen sich durch Blutsbrüderschaft ein Leben lang miteinander verbunden.
Unter den Nordmenschen hat er sich einen Kriegsnamen als "Nachtwolf" erworben, gefürchtet bei den einen, bewundert bei den anderen.
Im Kampf benutzt er Langbogen und Messer zum lautlosen Töten aus dem Hinterhalt, im offenen Gefecht den Ger (einen leichten Kurzspeer) und das Langschwert. Rüstungen trägt er selten, da sie ihn zu viel an Beweglichkeit kosten würden, hin und wieder allerdings Armschienen, Schuppenpanzer und Helm. Gekleidet ist er meistens in braunes und schwarzes Leder, oder auch einen grünen Mantel, was es in der Wildnis schwer macht ihn frühzeitig zu erkennen.
Nur seine Lehrer und engsten Kampfgefährten kennen ihn wirklich gut und nur ihnen vertraut er auch voll. Unter seinen Kriegern ist er der unbestrittene Anführer und Fremden gegenüber je nach Situation verschlossen, freundlich, drohend oder kameradschaftlich. Doch all dies sind nur Masken hinter denen sich Misstrauen und der unbedingte Wille sein Ziel zu erreichen verbirgt. Und immer noch sinnt er auf Rache welche er mit Hilfe seiner Herren zu erringen hofft.
Lebenslauf:
1367
in Cardolan geboren
1381
aus Cardolan verbannt
1382
in die Kampfschule Bol-Doraz in Angmar aufgenommen
1384
der Novizenschaft des Kriegspriesters Lugoth beigetreten
1390
nach dem Tod des Anführers seines Streifzuges auf den Schwertelfeldern durch einen Elbenpfeil übernimmt Ishar das Kommando und bringt die flüchtenden Angreifer der Reihe nach zur Strecke, das Kommando über den 30 Menschen und 5 Spähorks zählenden Kampftrupp wird nach der Rückkehr nach Carn Dûm an ihn übertragen
1391 - 1398
Streifzüge in die nördlichen Anduintäler und in den Düsterwald. Vereinzelte Ansiedlungen von Nordmenschen werden gebrandschatzt sofern sie sich nicht der Herrschaft Angmars unterstellen, Kooperationswillige werden mit Gold belohnt und durch zahlreiche Versprechungen für die Armeen Angmars rekrutiert, der wachsende Erfolg führt zu einer Erhöhung der Zahlungen aus der Schatzkammer des Kriegstempels an Ishar und zur Verstärkung seiner Kriegsschar durch reguläre Soldaten Angmars, Kampforks aus Gundabad und Nordmenschen die ihn wegen seiner Vertragstreue respektieren.
1399
mit 33 Jahren wird er zum Kommandanten über die nördlichen Anduintäler und Aufseher über die Karawanenstraßen ernannt, er kommandiert nun 380 Menschen und 40 Orkkrieger
Um 1400
wagt keine Räuberbande mehr einen Überfall auf die Handelskarawanen, die durch die Anduintäler über das Nebelgebirge nach Angmar ziehen um die kahlen Hochebenen im Nordwesten mit Nahrung zu versorgen, da jeder Plünderer von den Kampftruppen Ishars gnadenlos zur Strecke gebracht wurde; die Beorninger sind endgültig über den Anduin zurückgedrängt, die Macht Angmars in dieser Region steht nun praktisch unangefochten da und wächst weiter während an der Front zwischen den Angmarim und Dúnedain trügerische Ruhe herrscht
1401
Aufmerksam geworden auf die Erfolge des jungen Anführers beordern ihn Angulion, Sprecher und einer der ersten Diener des Königs von Angmar, und die Priesterschaft gemeinsam mit dreißig seiner besten Kämpfer nach Carn Dûm zurück. Mit seinen Erfahrungen im Wildniskampf und gemischten, aus Orks und Menschen bestehenden Kampftrupps gilt er als wertvoller, loyaler Kommandant, der die Sprache des Feindes zudem erstaunlich gut beherrscht. In einer persönlichen Begegnung erfährt Angulion von der Geschichte Ishars, der einstmals Daurlomie hieß, und plant ihn als wichtigen Bestandteil für den bevorstehenden Angriff auf die Reiche der Dúnedain ein. Angesichts seines Hasses und seiner Rachsucht den Herrschern Cardolans und dem alten Erbfeind Arthedain gegenüber weiß er nun einen adligen Dúnadan als Renegaten auf der Seite Angmars, der später einmal zur Übernahme Cardolans beitragen könnte. Ishar erhält das Kommando über 200 menschliche Krieger sowie 40 Orks und den Befehl sie für den Kampf gegen die Dúnedain auszubilden.
1402
Zug ins Nebelgebirge, Überfälle auf Handelsrouten die die Zwerge aus Moria nach Cardolan unterhalten, reiche Kriegsbeute
1403
Strafexpeditionen gegen aufständische Hügelmenschen in Rhudaur zur Unterstützung des Marionettenkönigs Brorgar, vergebliche Jagd auf elbische Waldläufer die jenseits des Flusse Lautwasser spurlos in der Wildniss verschwinden.
1404
Vorstoß über den Weißquell nach Cardolan, widerwilliger Rückzug angesichts starker Grenzpatroullien
1405
Rückkehr nach Carn Dûm zum Empfang neuer Befehle und einem Treffen mit der Kriegspriesterschaft...
(Holger)