Allgemein
Homepage | Aktuell | faq | Tolkiens Romane | Jacksons Verfilmung | Bilder | Musik | Spaß in Mittelerde | Links | Gedichte | Geschichten | Suchen in der website | Chat | Forum |
Gästebuch

Der Roman „Angmar“
Spielregeln | Romanvorgabe | Die Autoren | Eigennamen | Entwürfe (zeitlich) | Entwürfe (nach Personen) | Stand des Romans | Zeittafel

Der Untergang Númenors
Spielregeln | Romanvorgabe | Die Autoren | Eigennamen | Entwürfe (zeitlich) | Entwürfe (nach Personen) | Stand des Romans |
Zeittafel




Dies war ursprünglich ein Kapitel zum Roman „Angmar“. Vielleicht wird es ja einmal Fortsetzungen geben, damit dieses Kapitel seinen Platz in der Geschichte finden kann.

Nabidur

In einer der Nächte Mittelerdes geschah es, dass ein Elb seine Familie verlor. Sein Vater wurde schwer von einer Orkhorde verletzt und konnte sich gerade noch zu seinem Anwesen retten. Sein Sohn kümmerte sich sofort um ihn und versuchte alles, um seinen Vater noch zu retten. Doch der Vater sagte: "Nabidur, es ist nicht zu ändern, ich werde nun zu Mandos Hallen gehen und dort ruhen. Ich gebe dir nun dieses Schwert. Es ist ein besonderes Schwert, du musst es sofort zu Elrond bringen! Er wohnt in Imladris, wie du weißt. Er weiß Bescheid. Nun geh zu deiner Mutter und tröste sie." Mit diesen Worten verstarb Nabidurs Vater.
Nabidur machte sich sofort zu seiner Mutter auf um ihr alles zu erzählen. Sie war niedergeschlagen: "Mein Sohn,nun ist die Zeit gekommen in der du alleine unter den Sternen Mittelerde wandern sollst. Ich werde zu den neuen Landen fahren, um dort meine Ruhe zu finden und den Tod deines Vaters zu verkraften. Erfülle nun die Mission, die dir dein Vater zum Schluss auferlegt hat, und geh nach Imladris. Elrond wird dir viel zu sagen haben!"
Nabidur tröstete seine Mutter und verabschiedete sich. In Elronds Hallen wurde er sofort empfangen. Nabidur übergab das Schwert und wartete darauf, was Elrond ihm zu sagen habe.
"Dein Vater ist also gestorben! Ja, das muss er wohl, sonst hätte er dich nicht diesen beschwerlichen Weg gehen lassen. Aber warum bringst du das Schwert zu mir? Es ist doch jetzt deins!"
"Meins? Was soll ich damit? Ich habe doch eines und bin sehr zufrieden damit!"
Elrond lachte und antwortete: "Du hast noch nie ein besseres Schwert getragen, und willst mir erzählen, dass du mit deinem zufrieden bist? Es ist von Celebrimbor. Er hat es geschmiedet, als er die Seele deines Großvaters in Form eines Sternes in Richtung Mandos Hallen fliegen sah. Und so nannte er es Elenglin, Sternenleuchten. Du musst gut auf es aufpassen. Es ist in diesen Tagen gefährlich mit ihm gesehen zu werden, denn der Feind hat wieder Kraft gesammelt. Und er hasst die Werke Celebrimbors. Aber lass uns von anderen Dingen sprechen! Was gedenkst du zu tun?"
"Nach Hause kann ich nicht. Alleine in diesem großen Haus?"
Elrond fiel ihm ins Wort: "Also ist deine Mutter zu den neuen Landen gezogen. Dein Vater erzählte es mir bei seinem letzten Besuch. Und er hat auch gesagt, wenn dieser Fall eintreten sollte, sollst du in Imladris wohnen. Du wirst viel lernen und erfahren."
Und so geschah es, dass Nabidur seine Ausbildung in Bruchtal genoss.
(Frédéric)

Vermutungen

Nabidur ritt, wie so oft, nach Imladris. Er wollte dort die Wunden seiner Abenteuer überwinden. Dafür war Imladris ja bekanntlich der beste Ort.
Nabidur machte gerade eine Pause, da vernahm er eine Kälte, wie ein Pfeil der sich in Nabidurs Rücken bohrte. Und es wurde still, kein Vogel war zu hören. Nabidur wusste, dass er sich verstecken müsse, was auch immer in der Nähe war. Er kletterte rasch auf einen Baum, schickte sein Pferd mit einem durchdringenden Pfiff hinter ein Gebüsch und verhielt sich von da an ruhig.
Nun wurde es wieder lauter, aber nicht wegen den Bewohnern des Waldes, es kam ein Sturm auf, und mit ihm sah Nabidur einen Reiter über die Wiesen ziehen, wie ein Pfeil schoss er auf ihn zu, auf einem Pferd wie er es noch nie gesehen hatte, schwarz wie die Nacht, aber beweglich wie eine Moräne.
Gerade als Nabidur vom Baum springen wollte um davon zu reiten, wendete der Reiter und drehte nach Osten, in Richtung Gebirge. Nach einigen Minuten war er sicher, dass der Reiter außer Reichweite war und kletterte vom Baum.
Nabidur, der etwas verschreckt auf sein Pferd stieg, wurde klar, dass er gerade einem schwarzen Reiter begegnet war. Noch nie zuvor war er auch nur in der Nähe dieser Reiter gekommen, und nun ausgerechnet in der Nähe Imladris musste er einem begegnen! Dieses Ereignis würde den Verlauf seines Aufenthaltes etwas verkürzen, das war ihm sicher.
Nabidur machte sich nun auf nach Imladis zu reiten.


Mit dem Nebelgebirge im Rücken setzte Nabidur seine Reise fort, durch die bewaldeten Täler in der Nähe Imladris. Nach einiger Zeit sah er auch schon die warm flackernden Feuer Imladris, sie nahmen ihm sofort den Schock des Reiters. Auf der Brücke die zum „letzten heimeligen Haus“ führte, stand Lanor. Er war im selben Alter wie Nabidur und hatte oft mit ihm in den Archiven Imladris nach alten Geschichten gesucht. Nach einiger
Zeit hatten sich aber ihre Wege getrennt, da Nabidur eine Kampfausbildung „genoss“, wie er immer sagte, und Lanor Geographie studierte. Lanor blieb nun immer in Imladris, während Nabidur durch die Lande zog, immer auf der Suche nach neuen Abenteuern.
„Me Govannon!“
„Alae!“

„Was treibst du um diese Zeit in Imladris? Du bist oft hier in letzter Zeit! Na ja, öfters.“
„Ich weiss, in Eregion herrscht Stille. Ich habe nur zwei Orks in drei Wochen gesehen, und die rannten vor mir weg. Es ist Zeit in Eregion wieder zu bauen! So komisch die Zwerge auch sind, wenn Moria nur wieder da wäre! Wieder alte Schmieden, Höfe und gewaltige Städte mit riesigen Mauern...“
„Na, das kann noch etwas dauern. Aber irgendwann vielleicht. Wenn du irgendwann  einmal König von Eregion werden solltest, dann werde ich dein Stadthalter sein.“
„Vielleicht? Aber bis dahin wird es wirklich noch dauern, gefährliche Wesen treibe ihr Unwesen um Imladris. Ich habe vor ein paar Stunden einen schwarzen Reiter gesehen. Ich muss es unbedingt Elrond erzählen.“
„Einen Reiter? Hmmm? Schon lange her, dass man etwas von ihnen gehört hat! Aber ich will dich nicht weiter aufhalten!“
„Bis bald!“


Nabidur ging sofort zu Elrond und bat ihn um ein Gespräch in seinen Hallen. Elrond, der Nabidur schon lange nicht mehr gesehen hatte, war erfreut ihn zu sehen, erkannte aber sofort, dass etwas nicht stimmte.
Elrond: “Was hast du mir wichtiges zu erzählen? Wir haben uns schon länger nicht gesehen, obwohl du wieder öfter hier warst.“
„Ich habe nicht viel zu tun, in Eregion herrscht Frieden. Ich bin hier, um dir zu erzählen, dass ich einen Nazgul traf, er ritt auf das Nebelgebirge zu, bemerkte mich aber nicht, da es noch hell war. Außerdem sah ich eine Menge Orks, die in den Norden zogen, sie sahen mich, schienen aber nicht am Kampf interessiert.“
„Sehr seltsam, Orks die nicht kämpfen, sind zwar selten, aber nichts beunruhigendes, bis auf, dass sie in den Norden zogen. Ich habe schon andere Informationen bekommen, die das selbe berichten, deswegen scheint es in Eregion auch so ruhig zu sein!“
„Ich werde mich, nachdem ich mich etwas erholt habe, mal im Norden umsehen. Vielleicht entdecke ich etwas, was uns Aufschluss gibt.“
„Geh nicht zu weit in den Norden, ich weiß nicht, ob der Hexenmeister die Klingen Celebrimbors spürt!“
„Ich werde acht geben, aber zuerst werde ich mich etwas ausruhen.“


Nach einigen Tagen der Erholung brach Nabidur in den Norden auf. Auf seinem Weg traf er mehrere Orkgruppen, die nach Norden zogen. Nach der dritten Gruppe wurde er etwas stutzig, dass die Orks immer nur wegliefen, und ihn nicht angriffen, er nahm die Verfolgung auf. Der größte Teil entwischte ihm, aber ein kleiner, noch junger Ork, führte ihn in den Osten. Dort fand Nabidur an einem Ausläufer des Gebirges eine Höhle, die schon von weitem zu riechen war. Nabidur fand oberhalb von ihr eine Spalte, in der er das Geshehen in ihr beobachten konnte. In der Höhle lagen mehrere Orks, die schliefen, und zwei diskutierten über einen Befehl, der, wie es schien, aus Angmar kam.
„Sag deinen Leuten Bescheid! Wir brechen auf.“
„Wohin willst du uns jetzt schon wieder hetzen? Hier ist es doch schön ruhig!“
„Ich werde wohl meine Gründe haben!“
„Ach ja, welche?“
„Unser Herr! Das ist Grund genug!“
„Wir sollen nach Angmar? Wozu?“
„Er plant einen Angriff. Wen er angreifen will, hat sein Bote uns nicht gesagt, aber er wird es schon wissen!“
„Endlich! Eine Schlacht! Wie lange habe ich darauf gewartet?“
„Lang genug, also verlieren wir keine Zeit. Weck´ die anderen!“
Die anderen waren mit der nächtlichen Weck-Aktion zwar nicht zufrieden, aber als sie hörten, dass es eine Schlacht geben würde, brach ein gewaltiger Lärm aus. Das war die Chance, von der Höhle unbemerkt weg zu kommen. Nabidur machte sich sofort auf. Auf seinem Pferd ritt er so schnell er konnte nach Imladris.
Elrond erschrak über die Nachricht, er hatte nicht wirklich mit einem Angriff gerechnet. Wen würden sie etwa angreifen? Imladris wurde noch nie von einem Ork betreten. Und auch der schwarze Reiter, den Nabidur gesehen hatte, war nur in der Gegend gewesen, betreten hatte er das Tal nicht. Elrond schickte erst einmal ein paar Nachrichten an die Weisen Mittelerdes, wie er sagte. Sie würden schon herausbekommen, was der Feind vorhat!
Nabidur gefiel die Sache gar nicht. Die Weisen, wenn er das schon hörte! Sie warteten doch nur, und wenn der Feind dann angriff, konnten sie stolz sagen: „Wir habe es gewusst!“ Allein Mithrandir war in Nabidurs Augen jemand, auf den man sich verlassen konnte. Aber wann würde er wohl kommen?
(Frédéric)