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Der Roman „Angmar“
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Der Untergang Númenors
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Zeittafel




Abschied


Die Sonne steht rot am Himmelszelt,
strahlt aufs klare Meer hernieder,
ein letztes Mal in meiner Welt,
denn nun seh' ich sie niemals wieder.

Der Schmerz durchzuckt mich wie ein Blitz,
die Glieder werden schwer und ungerührt,
denn in Gefechts- und Kampfeshitz'
erhielt ich das, was mir gebührt.

Die Finsternis umhüllt mich nun,
kein einz'ger Stern in dieser Nacht.
Und doch kann ich noch immer nicht ruhn,
selbst wenn er weiter über mich wacht.

Du Wächter aus vergess'ner Zeit,
hältst meine Hand zum letzten Mal.
Das Ende ist nun nicht mehr weit
"Geh hin zum Meer, hast keine Wahl!"

Und traurig und mit gesenkten Kopf
schreitest du fort, zum blauen Meer.
Ich liege hier, ich dummer Tropf
und wünsch, du wärst noch immer hier.

Allein lieg ich im feuchten Erdensarg,
ließ dich ziehn, zu deines Gleichen.
Denn gehen wollt'st du, keine Frag',
wenn auch nicht von meiner Seite weichen.

Die Dunkelheit drängt auf mich ein,
der letzte Kampf hat nun begonnen.
Leb wohl! du himmlisches Wesen, rein,
der Kampf ward nimmer mehr gewonnen...


(Elanath Flinkfuß)