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Tolkiens einziger Kritikpunkt...

...den er selbst den Äußerungen aus Briefen einiger Lesern zustimmend am HdR äußerte war: Zu kurz!
Und das ist auch mein Einziger. Nicht (nur) weil ich als nimmersatter Fan (hehe) unbedingt mehr Lesefutter in HdR-Qualität will, sondern auch weil ich denke das man manche Sachen noch ausführlicher hätte erzählen können.
Andere moderne Fantasy-Romane wie "Osten Ard" erzählen viele Sachen auf einem größeren Raum.
Hier einige Vorschläge meinerseits, wie die Handlung des HDR noch etwas ausgedehnt hätte werden können ohne sie aufsplittern und unübersichtlich oder unstimmig werden zu lassen.
Zum Beispiel hätte Tolkien vielleicht das was er über Arwen in den Anhängen schrieb (ihre Begegnung mit Aragorn in Bruchtal z. B.) ruhig in das Hauptbuch hineinpacken sollen. Dann hätte in Bruchtal noch einiges über die Elben erzählt werden können und ihr Schicksal würde anhand der deutlicher ausgebauten Beziehung von Aragorn und Arwen noch klarer gemacht und noch etwas dramatischer. Auch würde Arwen dann am Ende des 3. Buches nicht so überraschend auftauchen.
Arwen hätte zur Zeit des Angriffes von Dol Guldur aus auf Lothlorien bei ihrer Großmutter (witziger Begriff bei den Elben :-) ) Galadriel weilen können, und Tolkien hätte den magisch-geistigen Kampf und die beinahige Zerstörung Lothloriens dann genau erzählt.
Auch wäre es möglich gewesen Radagast, der im 1. Buch einmal kurz auftaucht, danach über das Nebelgebirge reiten zu lassen und ihn dabei im Zusammenwirken mit der Tierwelt und Natur Mittelerdes zu zeigen in der Sauron immer mehr Macht gewinnt, während Radagast sich immer mehr auf die Tiere beschränkt und seinen Pflichten den Menschen und Elben in Rhovanion gegenüber, mit denen er eigentlich ein Band zwischen ihnen und der Natur herstellen sollte, vergisst.
Wenige Kapitel würden ausreichen um zu zeigen was das in den Anduintälern, z. B. bei den aus dem "Hobbit" bekannten Beorningern, und Waldelben im Norden des Düsterwaldes für üble Folgen hat als Sauron von Dol Guldur aus Lothlorien und Thranduils Reich angreift. Dabei könnten auch die dort kommandierenden Nazgul eine Rolle spielen.
Schließlich schickt Radagast nach zahlreichen Ereignissen im Düsterwald und den Anduintälern (vielleicht auch in Verbindung mit Lothlorien, Galadriel und Arwen?) die Adler unter Gwaihir dem Heer auf den Pelennorfeldern zu Hilfe.
So könnte auch deren Auftauchen dort erklärt werden, Tolkien sagte mal das ihn das etwas gestört habe weil es zu "künstlich" (daher zu sehr vom Autor "gewollt" wirke).
Diese "Ausdehnung" der Geschichte würde das ändern. Auch könnte man (in sehr wenigen Sätzen) erwähnen, was derweil im Norden vor sich geht wo ein Heer der Ostlinge (Tolkien hatte das in den Anhängen des HdR erwähnt) König Brands Reich angreift, vermutlich mal wieder Esgaroth niederbrennt (arme Stadt) und dann das Volk von Thal und die Zwerge im Einsamen Berg belagert. Das wären für den Leser interessante Informationen, weil dann viele aus dem „Hobbit“ auch vertraute Personen und Völker in die Geschichte vom Ringkrieg hereinspielten. Zudem würde Saurons Macht so noch größer wirken und das gesamte Geschehen NOCH gewaltiger und bedrohlicher für den Leser. Denn die Ostlinge gewinnen ja zuerst die Schlacht, wie Tolkien in den Anhängen schrieb. So würde zusätzlich Spannung hin zum Final aufgebaut.
Und durch das Zusammenspiel mit dem „Hobbit“ würde Tolkiens Welt noch konsistenter erscheinen (Okay, an innerer Geschlossenheit ist sie auch so kaum zu übertreffen).
Dies ließe sich also durch den Ausbau der Rollen von Arwen, vielleicht auch Galadriel und eben Radagast als Handlungsträger bewirken. Dieser Ausbau würde natürlich langsam zum Ende hin erfolgen müssen, Radagast könnte im ersten Teil von Elrond kurz erwähnt werden, der dann im Weißen Rat sagen würde, das dieser auf dem Weg zum Caradhras-Pas durch Bruchtal kam. Im zweiten Teil könnte er mit vielleicht ein bis zwei hinzugefügten Kapitel eine etwas größere Rolle spielen wo er irgendwie - vielleicht durch Botschaft vom Krieg gegen die Rohirim – erkennt, dass er von Saruman getäuscht wurde und einiges von Saurons Taten (die er durch Nachlässigkeit und Dummheit nicht verhindert hat) in den Anduintälern und dem Düsterwald mitkriegt.
Im dritten Teil dann wie oben erwähnt eine noch etwa größere Rolle, als er dagegen angehen muss während im Düsterwald förmlich die Hölle los ist. Das könnte ziemlich spannend sein, vor allem weil er mit Rhosgobel so nah am Feind in Dol Guldur wohnt. Dabei würden dann in Rhosgobel gewaltige Hochöfen und Maschinen, von denen aus Säuren und Gift den Wald zerstören, betrieben, und Orks und Trolle (im Gegensatz zu den Ents dem Stein verbunden) den Wald heimsuchen. Das würde nochmal Tolkiens Thema Mensch-Natur-Technik-Konflikt - siehe Mordor - aufgreifen.
Vielleicht könnte er, wie gesagt als Istari, mit Galdriel und Arwen in Lothlorien interagieren, eine Art Naturmagie die im Gegensatz zur dunklen von Sauron und der Nazgul steht. So könnte auch noch etwas Philosophie mit einfließen.
Zudem währen da, wie gesagt, noch Thranduil (Legolas Vater!) und Beorns (aus dem „Hobbit“ bekannt) Sohn Grimbeorn als interessante Personen.
Arwen würde natürlich erst im 3. Buch bei Galadriel sein, erst zu Beginn des Frühlings konnte sie ja das Nebelgebirge nach Lothlorien hin überqueren (vielleicht wollte sie Aragorn näher sein und Galadriel sehen).
Immerhin könnte man so auch zwei interessante Frauenrollen noch etwas mehr einbringen, deren Fehlen (was ich aber aufgrund von Tolkiens überragendem Werk nie als Mangel empfunden habe) auch öfters beklagt wurde.
Bei den neun Gefährten, den ursprünglichen und eigentlichen Handlungsträgern, könnte man die Plünderung der Westfold durch die Orks mit all ihren Grausamkeiten darstellen und noch in Helms Klamm etwas mehr Schlachtszenen beschreiben (Tolkien hat sich da noch zurückgehalten, wenn ich da an Robert. E. Howard oder Wolfgang Hohlbein denke...).
Im dritten Buch hätte Tolkien Frodo und Sam noch ein wenig im Morgul-Tal (nachdem der Hexenkönig mit seiner Armee vorbeigezogen war) herumirren lassen können bevor sie dann Cirith Ungol fanden.
Und auch die Erstürmung von Osgiliath und von Cair Andros durch Saurons Heerscharen gegen Faramirs verzweifelt kämpfende Truppen, der Durchbruch des Rammas, die Belagerung von Minas Tirith und die Schlacht auf den Pelennorfeldern wäre noch genauer beschreibbar gewesen, was die einzelnen Wendungen, Schlachttaktiken und Kämpfe betrifft, wobei man auch kurz auf die menschlichen gegnerischen Truppen wie die Haradrim (unter der "Schwarzen Schlange") hätte eingehen können.
Am Ende gibt es nichts groß zu ändern. Bei den vorgeschlagenen Änderungen oben würde vielleicht noch kurz auf Radagasts Schicksal eingegangen der (laut Tolkiens Worten an anderer Stelle) zu einer Sage in den Geschichten der Nordmenschen Rhovanions wurde und in Mittelerde verblieb. Auch wäre es noch möglich gewesen, Arwens Abschied von ihrem Vater Elrond im Weißen Gebirge bei Minas Tirith im Wortlaut teilweise wiederzugeben, was eine ergreifende Szene sein könnte (Marion Zimmer Bradley hat dies in einem Lesebuch von ihr in der Geschichte "Arwens Abschied" getan).
Vielleicht wäre es auch interessant gewesen noch Aragorns Friedensschluss mit den Abordnungen der Dunländer und anderer Völker zu beschreiben oder auf einen seiner letzten Kriege (vermutlich die Unterwerfung der immer noch Wiederstand leistenden Korsaren in Umbar) einzugehen, und vor allem auf seinen Wiederaufbau all des Landes. In einer MERS-Geschichte ordnen die Waldläufer, seine Verwandten, Eriador neu, und bauen Tharbad wieder auf nachdem sie die Banditen daraus vertrieben haben.
Celleborn verließ schließlich sein Reich Lorien, um Galadriel nachzufolgen, auch eine Möglichkeit ein Thema noch weiter auszuarbeiten (Abschied der Eldar aus Mittelerde).
Tolkien hatte übrigens noch ein nicht in die Endfassung des Buches mit hineingenommenes Kapitel über Sam wie er zu seinen Kindern spricht geschrieben, was man ebenfalls anfügen könnten (Tolkien hatte es weggelassen).
Okay, das waren einige Vorschläge von mir bezüglich dieses Themas. Ich habe sie deshalb gemacht weil "zu kurz" der einzige Kritikpunkt war, den HDR-Leser öfter nannten und den auch Tolkien selber erwähnte.
Was hieltet ihr von einer solchen "Ergänzung" des HDR, wenn die der Oxford Professor noch gemacht hätte (teilweise auf Tolkiens Notizen und Anhängen basierend)? Das wird ja auch im Film (neben Kürzungen anderswo) vorkommen.
Oder macht auch eigene Vorschläge!

(Holger)